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Buchtipps

Wir stellen hier Bücher vor, die unseren Besuchern besonders hilfreich oder interessant zum Thema Alkoholismus und Sucht erscheinen. Wenn auch Sie ein Buch gelesen haben, dass zu diesem Thema passt und welches Ihnen weitergeholfen hat, dann können Sie es hier vorstellen.

Ich habe einen Buchvorschlag:

Sie haben ein Buch zum Thema Alkoholismus oder Sucht gelesen? Es hat Ihnen besonders zugesagt oder weitergeholfen? Empfehlen Sie es weiter!

Nennen Sie uns den Titel und den Autor. Beschreiben Sie kurz den Inhalt und was Ihnen besonders an dem Buch gefallen oder weitergeholfen hat.
 
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Buchtipp von Gerald Erdmann
Autor: Gerald Erdmann
Titel: Ich bin froh ein Alkoholiker zu sein!
ISBN:978-3-7386-0018-6, oder als E-Book ISBN:978-3-7357-5200-0

Ich möchte mein Buch und damit meine Lebensgeschichte vorstellen. In diesem Buch beschreibe ich die ersten 42 Jahre meines Lebens, welche durch eine Alkohol geprägte Kindheit gezeichnet waren. Es beschreibt den Lebensweg in die eigene Alkoholkarriere, den Leidensweg in den sozialen Abstieg, bis zu der daraus resultierenden Erfolgsgeschichte, die in der Gewissheit mündet - Ich bin froh ein Alkoholiker zu sein!
So auch der Titel des Buches. Es handelt sicherlich vorwiegend von dieser schrecklichen Krankheit, dem Alkoholismus und einer Suchtverlagerung aber auch um die vielen Möglichkeiten des Scheiterns, die das Leben immer für uns bereit hält. Dieses Buch darf Hoffnung machen, aus dem "Sumpf" wieder rauszukommen und kann als Lebenshilfe dienen.



Buchtipp von Belinda Stern
Autor: Belinda Marga Stern (Pseudonym)
Titel: Denn sie wissen nicht, was sie tun

Mein Leben als "nasse" Alkoholikerin: neun Jahre, vier Monate und zwölf Tage
AAVAA Verlag, ISBN 978-3-8459-1339-1, 215 Seiten

Mit schonungsloser Offenheit erzähle ich von meiner Alkoholsucht. So entstand ein ergreifendes Buch, das zeigt, dass sich niemand für seine Alkoholkrankheit schämen muss und es jeden in jedem Alter treffen kann.
Leseprobe


Buchtipp von Claus Wolfgang Hemmann
Autor: Claus Wolfgang Hemmann
Titel: Gelebtes Leben und 30 Jahre trocken
eBook

... seit ein paar Tagen ist mein eBook "Gelebtes Leben und 30 Jahre trocken" in allen namhaften eBook-Shops und Buchhandlungen erschienen. Es ist meine Lebensgeschichte, es ist die Geschichte über die Alkoholsucht. Ich habe hier auf diesen Seiten mein Buch und eine kurze Zusammenfassung gepostet. Natürlich würde ich mich freuen wenn es auf Dauer hier zu finden wäre, um Menschen zu erreichen, die mit dieser Krankheit viel erdulden müssen. Danke, ihr Claus Wolfgang Hemmann
In meinem Buch 'GELEBTES LEBEN und 30 Jahre trocken' bekenne ich mich ohne Wenn und Aber, schnörkellos, offen und ehrlich zu meiner Alkoholkrankheit. Ich möchte, dass mein Buch Menschen erreicht, die in ihrem nahen oder auch weiteren Umfeld einen geliebten Menschen, einen Partner, die Frau oder den Mann, den Bruder, die Schwester oder auch nur einen guten Freund haben, der mit seinem Trinkverhalten Probleme hat. Der genau wie ich vor über 30 Jahren nicht mehr die Kraft hat, ohne Hilfe sein Leben zu ändern.
Aus einem jungen Mann, bei dem alles so harmlos in den Lokalen und Bars von München begann, wurde mit jedem Jahr in dem ich weiter trank, ein haltloser Trinker. Kein Säufer unter den Brücken der bayrischen Hauptstadt, sondern ein gut gekleideter Mann mit Erfolg im Beruf und geachtet unter seinen vielen Freunden. Aber ein Mann der mit seiner Sucht sehr großes Leid über seine Familie, die Freunde und die Arbeitskollegen brachte, der unzählige Entzüge durchstehen musste und trotzdem nicht den Mut mehr hatte zum Alkohol nein zu sagen. Der Alkohol war letztendlich der einzige Freund der mir geblieben war... da er keine Fragen stellte.
Nun bin ich, wie schon der Titel meines Buches erkennen lässt, seit über 30 Jahren trocken, ohne je wieder einen Schluck Alkohol getrunken zu haben, keinen Hustensaft und kein Mundwasser, kein Stück Schwarzwälderkirschkuchen im Cafe und keinen Eisbecher mit einem Spritzer Eierlikör im sonnigen Italien. Nichts was in irgend einer Form mit dem Wort Alkohol in Verbindung gebracht werden könnte... seit jenem Tag im November 1975 als ich in das Landeskrankenhaus in München Haar eingeliefert wurde und danach Hilfe unter Freunden fand... bei den Anonymen Alkoholikern.
Ich biete mit meiner Geschichte, dieses Mal in der Öffentlichkeit des Internets und in Form eines spannenden Romans, all denen Hoffnung an, die Hilfe suchen. Ein noch "nasser Alkoholiker" wird dieses Buch wohl kaum lesen, aber ein Partner oder ein Freund wird beim Lesen meiner Geschichte sehr schnell feststellen, dass alles so harmlos beginnt und fast immer in einer Katastrophe endet. Dass es aber auch einen Weg aus dieser Krankheit geben kann, wenn man nur bereit ist, sein Leben zu ändern.


Buchtipp von Thomas
Autor: Peter Böttcher
Titel: Trockenzeit – Die stillen Siege eines Trinkers
Books on Demand; Auflage: 2 (11. März 2009) ISBN-10: 3837021149 ISBN-13: 978-3837021141


Ich möchte Euch ein Buch ans Herz legen und empfehlen.
Es heißt „Trockenzeit – Die stillen Siege eines Trinkers“. Geschrieben wurde es von Peter Böttcher. Bei ihm handelt es sich um einen Insider: er ist selbst Betroffener und seit etlichen Jahren trocken. Ich hoffe, dass sich daran seit seinem „letzten“ Nachwort aus dem Jahre 2009 daran Nichts geändert hat.
In dem Buch beschreibt er den „Werdegang“ vom „uneinsichtigen nassen Alkoholiker“ über die Erkenntnis, erste Trockenlegung, Rückfall, Langzeittherapie zum stabilen, zufriedenen „trockenen Alkoholiker“ einer zwar fiktiven Person – des Journalisten Frank Binder – aber beim Lesen merkt man, dass es Peter Böttchers eigene Erfahrungen sind bzw. sein „müssen“. Denn für reine Fiktion ist er zu nahe am Geschehen.
Auf Grund des Erzählstils im Buch wendet es sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an Angehörige, Therapeuten und auch einfach nur Interessierte. Ich muss ehrlich sagen, dass es sich angenehm, leicht liest, ohne ständig den erhobenen Zeigefinger erkennen zu lassen – ich habe das Buch an 2 Tagen ausgelesen. Nicht nur, als ich es zum 1. Mal gelesen haben, nein, auch die beiden weiteren Male. Und wenn ich schreibe, dass es sich „angenehm“ liest, meine ich damit nicht, dass es leicht oder oberflächlich geschrieben ist. Im Gegenteil – ich habe beim Lesen mehrfach schonungslos den Spiegel vorgehalten bekommen, obwohl Peter Böttcher und ich uns gar nicht persönlich kennen.
OK – ich bin nicht mit einem gezerrten und einbandagierten Bein bei Glatteis mit dem Fahrrad losgefahren und habe mir meinen „Stoff“ besorgt wie Frank Binder. Aber ich glaube, wenn … dann wäre ich. Auch die etwas ignoranten Ärzte und Therapeuten und abgestumpften Schwestern ebenso wie die engagierten und einfühlsamen habe ich erlebt. Logischer Weise verlief auch mein Rückfall anders – aber genau so rasant. Immer wieder musste ich mir beim Lesen eingestehen: So oder sehr ähnlich habe ich es auch erlebt. Ja, auch ich habe diese Erfahrung/en machen müssen.
Das Buch handelt von Frank Binder, einem Journalisten bei einer Zeitung. Jahrelang hat er sich vehement dagegen gewehrt, abhängig geworden zu sein.
„Munter wurde er morgens zumeist durch einen kräftigen Schluck. Den Mut, in der Frühbesprechung einen originellen Vorschlag zu machen, holte er sich aus der Flasche, die Leichtigkeit, den Artikel aufzuschreiben, ebenfalls. Obschon ihn das Gefühl beschlich, dass sich einige in der Redaktion ihm gegenüber eine seltsame Zurückhaltung auferlegt hatten. Binder begründete dies mit der natürlichen Konkurrenz im Hause. Ihm waren einige gute Beiträge gelungen und Missgunst machte um eine Redaktion keinen Bogen. Ein bisschen Vorsicht aber war wohl angebracht, nicht unbedingt durch eine Alkoholfahne aufzufallen, wie zwei Kollegen, die zweifelsfrei als Trinker galten.“
Es werden all die (mir) nur zu gut bekannten Mechanismen beschrieben, die er entwickelte, um nicht aufzufallen oder um gut über den Tag zu kommen. Ich sage nur: Pfefferminzbonbons, Mundspray, Anlegen von Depots/Verstecken. Aber auch die Selbstzweifel, das Wissen, das mit ihm etwas nicht stimmt.
Dann – der Absturz. Ab in die „Klapperbox“ (so wird im Buch die Entgiftungsstation genannt). Warum sie „Klapperbox“ genannt wird, erfährt er hautnah. Er lernt neben den anderen Patienten auch ignorante, hochnäsige Therapeuten und Ärzte, abgestumpfte Schwestern kennen, aber auch das Gegenteil. Die Selbstzweifel („Warum ich?“), die Erkenntnis, der Wille, etwas zu ändern – all das wird sehr lebendig geschildert.
Binder schafft es. Er schafft es, zwei Jahre trocken zu leben. Und dann schlägt Teufel Alkohol doch wieder zu. Im Endeffekt entscheidet er sich dann für eine Langzeittherapie an einem Ort, den Viele von Euch sicher kennen – in der Salus-Klinik Lindow. Welche Erfahrungen mit Mitpatienten und Therapeuten er dort macht, welche Erkenntnisse er gewinnt – lest es selbst!
Das Vorwort zu dem Buch, dessen 1. Auflage 2006 erschien, schrieb übrigens Dr. Johannes Lindenmeyer – damaliger und aktueller Direktor der Salus-Klinik Lindow! Er schreibt unter anderem über das Buch und dessen Verfasser:
„Es macht nachdenklich, verbreitet aber auch Vergnügen und Spannung. Ich habe viele Berichte von Trinkern gelesen. Nur ganz, ganz wenige überdauern ihre Zeit, wie Jack London, Hans Fallada, Joseph Roth oder Malcolm Lowry. Das Buch von Peter Böttcher hätte dies sicherlich verdient.“ Dem kann ich mich nur anschließen!
Thomas


Buchtipp von Daniele Sechtig
Autor: Alfred Endres
Titel: Dann hör doch einfach auf …! Lebensgeschichte eines Alkoholikers
ACABUS Verlag ISBN: 978-3-86282-207-2, 12,90 EUR


„Dann hör doch einfach auf …!“
Es klingt so leicht, doch spätestens als sein Alkoholkonsum Alfred Endres auf die Intensivstation bringt, ist klar, dass er die Kontrolle über die Sucht komplett verloren hat.
Was lief schief im Leben des jungen Mannes, dass ihn der Alkohol beinahe tötete? Vom melancholischen Jugendlichen zum depressiven Erwachsenen bis hin zum Schwerstabhängigen mit Suizidwünschen erlebt er die Fesseln der Sucht, ohne sich diesen erwehren zu können.
Seit frühester Jugend von niemandem verboten oder eingeschränkt, wird die beruhigende und stimulierende Wirkung des Alkohols in allen Lebenslagen von ihm benutzt. Lange Zeit fällt er damit kaum auf und kann seine bürgerliche Existenz aufrechterhalten. Die Katastrophe scheint vorprogrammiert, doch bevor Alfred alles verliert, schenkt ihm das Schicksal eine zweite Chance, die er mit aller Macht ergreift….
Mit authentischen Worten lässt Alfred Endres sein Leben Revue passieren und reflektiert, wie seine Suchterkrankung entstanden ist und wie er, als sein Leben auf Messers Schneide stand, schließlich begann, zusammen mit Familie, Therapeuten, Ärzten und Freunden um seine Genesung zu kämpfen. Als Teil seines Heilungsprozesses schreibt er seine Erfahrungen nieder und möchte damit auch anderen Betroffenen und Angehörigen Mut und Hoffnung machen.


Buchtipp von Jürgen Schwebke:
Autor: Ulrich Schaffer
Titel: GrundRechte – Ein Manifest
Verlag Kreuz. 3. Aufl. 120 Seiten. Kartoniert.
ISBN-978-3-7831-3267-0, 9,95 Euro

Und immer wieder stand und steht für mich die Frage nach meinen Grundbedürfnissen im Raum. Nicht zu wissen, welche diese sind, führt zum Glauben rechtlos zu sein, sie nicht für sich einzufordern und macht ängstlich, willen- und mutlos; macht unfähig, zu widerstehen; macht unsicher – unsicher, ob man man selbst sein darf; macht beliebig bis zur eigenen Unkenntlichkeit anpassungsfähig; machte mir Druck, alles richtig machen zu müssen, bis ich vergaß, was ich will und wer ich bin und macht es möglich, zu erstarren in seiner Persönlichkeitsentwicklung sowie süchtig zu werden.
Anregungen zum Weiterdenken in meiner Situation fand ich in dem kleinen Büchlein „Grundrechte – ein Manifest“ von Ulrich Schaffer. Dort fand ich ein- bis zweiseitige Texte – Gedichte – die mir beim Grübeln über meine Vergangenheit, Gefühle und Erlebtes in nassen Zeiten, nun in trockenen, wieder Mut machen, das scheinbare Wirre und Unwirkliche in meiner Entwicklung und meinem Verhalten mir und anderen gegenüber auf das Wesentliche zurückführen. Nämlich das Recht auf die Grundbedürfnisse: auf das Recht sich zu lieben, zu trauern, zu wachsen, sich zu verändern, aufzubegehren, ungehorsam zu sein, die Tradition nicht hochzuhalten, andere zu verletzen, unzufrieden zu sein, zu fragen, sich vor Menschen zu schützen, seine Freunde zu wählen und vieles andere mehr.
Mir als allzu oft verunsicherten Menschen sprechen die von tiefem Humanismus geprägten Texte Mut zu. Die Gedichte, kurzen Texte, des Friedens, des Glücks, der Selbstfindung motivieren, trösten und geben Raum für Ruhe. Sie sind liebevoll geschrieben und stellen den Menschen mit seinen Grundbedürfnissen in den Mittelpunkt. Sie könnten die vielen von den Regierenden erlassenen gesetzgeberischen Akte der Ver- und Gebote im gesellschaftlichen Leben als Grundlage – als Manifest – für ein menschliches Miteinander ersetzen.
Wie oft dachten und denken wir Abhängigen und Unabhängigen, trocken oder/und clean an die Fehler, die wir machten, das Leid, was wir anderen zufügten und quälten uns und andere mit der Frage der Vergebung.

DU HAST DAS RECHT, FEHLER MACHEN ZU DÜRFEN.
Fehler sind schlimm, schlecht, furchtbar
und immer mit Schuld verbunden.
So hast du es gelernt
und tief in dich aufgenommen.
Fast bist du handlungsunfähig geworden,
weil die Angst vor dem Fehler-Machen
wie eine Drohung über dir hing.
Der beste Hochspringer
hat wahrscheinlich im Training
die Latte am häufigsten gerissen.
Er ist ein guter Hochspringer geworden,
weil er nach jedem Sprung wieder aufgestanden ist
und sich gemerkt hat, wo sein Fehler war.
Beim nächsten Sprung hat er versucht,
den Fehler zu korrigieren,
und hat nicht aufgegeben, trotz seiner Fehler.
Verhängnisvoll ist die Angst,
die jedes Risiko vermeidet,
die in der Untätigkeit die Lösung sieht,
der die Selbstgerechtigkeit wichtiger ist
als das Wachstum der Person
und die Gott als Fehlersucher versteht.
Weil du lebendig bist,
hast du das Recht, Fehler zu machen.
(aus: Schaffer, Ulrich; Grundrechte, Ein Manifest. – S. 18)

Wir leben unser Leben. Ein Leben mit Lust und Last, mit Freude und Leid, mit Energie, Beziehungen und Krisen in allen möglichen und auch unmöglichen Lebenslagen, Farben und Stimmungen. Vergebung setzt Schuld und fehlerhaftes Verhalten voraus. Wenn wir es mit dem Recht auf Fehler ernst meinen, dann setzt dies auch voraus, Verhalten und Schuldig-Werden nicht moralisch zu be- oder gar zu verurteilen. Dazu ermutigt uns auch der Text Schaffers: „Du hast das Recht, Fehler machen zu dürfen“. Und hier finde ich Trost, Zuversicht und irgendwie wird mir auch eine große Last von den Schultern genommen, wenn ich auf meine Vergangenheit mit all ihren Wirren und Widrigkeiten auch in nassen Zeiten zurückblicke.
Jürgen Schwebke


Buchtipp von Harry:
Autorin: Mara Reven
Titel: Drachenspuren"
Wenn Freund Alkohol zur Bestie wird
AAVAA Verlag (www.aavaa-Verlag.com)
Unter dieser Internetadresse wird auch eine Leseprobe angeboten
ISBN: 978-3-84590-016-2

Die Autorin schreibt in Ihrem Vorwort: "Dies ist eine Geschichte von Gott und dem Teufel"
Es ist die Geschichte der alkoholkranken Mara und Ihrem Kampf gegen die Sucht. Begleitet wird Sie von Nathaniel ihrem Engel. Schlussendlich muss Sie einsehen: Alkohol stiehlt dein Leben..
Selbst dann, wenn dieses Leben nach außen hin scheinbar unauffällig verläuft.
Alkohol zerfrisst deine Seele.
Gerade dann, wenn du denkst, dass er zur Lösung gehört und nicht zum Problem.
Alkohol ist nicht dein Freund.
Auch wenn du das verzweifelt glauben möchtest.
Erst wenn du dich aus der Beziehung mit ihm lösen willst, merkst du, wie eisern sein Griff ist.
Und du bist gezwungen zu lernen, dass du ihm ohne die Hilfe anderer Menschen und einer Macht jenseits deiner menschlichen Grenzen nicht entkommen wirst..
Dieses Buch ist für alle, die auf der Suche nach einem Weg aus der Sucht sind, aber auch für Menschen die das Thema Alkoholismus in irgendeiner anderen Art tangiert lesenswert.


Buchtipp aus Anlaß der Suchtwoche 2011:
Autor: Heidi Kuttler, Franz Schmider
Titel: Filmriss, Koma, Suchtgefahren. Wie Eltern ihr Kind schützen können
2011 BALANCE buch + medien verlag, ISBN 978-3-86739-062-0, Preis: 14,95 €


Irgendwann kommt in den meisten Familien der Tag, an dem das Kind zum ersten Mal betrunken nach Hause kommt – wie reagieren? Und welche Lösungen gibt es, wenn ein Jugendlicher nicht nur in Ausnahmefällen betrunken ist, sondern regelmäßig? Welche Anzeichen weisen auf eine drohende Suchtgefährdung hin oder bereits auf eine Alkoholabhängigkeit? Wie können besorgte Eltern mit ihrem Kind reden und wann ist der Weg in eine Beratungsstelle zu empfehlen?
Damit Eltern ihren Kindern kompetente und hilfreiche Begleiter sind, finden sie in diesem Buch fundierte Informationen zur Wirkungsweise und zu den Gefahren von Alkohol, zum Jugendschutzgesetz, zur Bedeutung des Alkohols in unserer Kultur und unserem Alltag, zu den Ursachen einer Suchtentwicklung und zu den Kriterien für Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit. Dieses Wissen hilft Eltern dabei, ihrem Kind im Gespräch Klarheit zu vermitteln. Ein solches Wissen ist unverzichtbar. Noch wichtiger zwischen Eltern und Kind sind aber gegenseitiges Vertrauen und Offenheit.

Buchtipp von Hans-Jürgen:
Autor:Peter Böttcher
Titel: Trocken, und nicht verdurstet
2010, Verlag edition winterwork, 218 S., pb., ISBN-9-783-942150-52-1, 17,50


Bevor ich nach einer viermonatigen Alkoholentwöhnungsbehandlung entlassen wurde, habe ich mich in der Klinikvollversammlung mit Worten von Thomas Mann, geschrieben 1906 in einem kleinen Aufsatz „Über den Alkohol“, verabschiedet:
„Stimmung ist nicht Betrunkenheit. Stimmung ist Ausgeschlafenheit, frische tägliche Arbeit, Spazieren gehen, reine Luft, wenig Menschen, gute Bücher, Friede, Friede…“
Und weiter: „Wie weit ich auf diesem Weg in ein Leben in Abstinenz gekommen bin, wird sich schon in der Abschiedswoche zeigen…Danke für die neue Weichenstellung und den Richtungswechsel auf diesem Weg in meinem Leben. Euch und mir Zuversicht, Kraft, Mut aber auch – oder lieber und – Spaß und Freude bei diesem Vorhaben.“ Mich plagte die Frage, ob und wie ich den Weg in die dauerhafte Abstinenz finden würde, war ich damals doch hin und her gerissen zwischen Hoffnung und Zweifel und in völliger Unkenntnis, wie denn ein Leben ohne Alkohol aussehen könnte.
Der Autor Peter Böttcher, Journalist, beendete eben mit dieser Fragestellung sein erstes Buch „Trockenzeit“ (2006). Antworten gibt er nach dreizehn Jahren eigener Trockenheit in seinem zweiten Buch. Ein Buch von einem Betroffenen für Betroffene, die so wie ich, oft ebenso unsicher in die Zukunft blickten. Und immer wieder die Frage für Alkoholab- und unabhängige: Wie kann man auf Dauer ohne Alkohol leben? Dazu befragt der Autor ehemalige Mitpatienten, Ärzte und Therapeuten. Zu finden sind unterschiedliche Lebensgeschichten, Denkanstöße und Erfahrungen. Patentlösungen sucht man erfreulicherweise vergebens, wenn auch der Drang von Betroffenen danach verständlich ist.
Da ist die Geschichte von Günthers Flug in die Freiheit. Günther, Polizist, der nach der Therapie seinem Leben wieder einen Sinn gibt, weil er sich seinen Traum vom Fliegen verwirklichen kann. Die Zulassungskommission erteilt ihm, dem trockenen Trinker, die Fluglizenz. Für Günther ein Grund mehr, nüchtern zu bleiben.
Spannend und anrührend zugleich die Lebensbeichte des Chefarztes einer Suchtklinik, der jahrelang ein Doppelleben als Süchtiger führte. Auf einem Flughafen beobachtete er drei junge Männer, die gelassen und frei ihre alkoholischen und alkoholfreien Getränke wählten. Er hatte nur eine Wahlmöglichkeit – den Alkohol.
Fred, Förster in vierter Generation, hört wieder die Vögel singen. Er vernahm, dass auf ihn Wetten abgeschlossen worden seien, wie lange er es ohne Alkohol aushalten würde. „Der Trinker als geeignetes Wettobjekt“, unvorstellbar!
Wie ein roter Faden zieht sich die Feststellung durch das ganze Buch, dass ein Trinker ein ganz normaler Mensch ist »und es selbst in den schlimmsten Phasen seiner Sucht bleibt«.
Amüsant und doch mit der gebotenen Ernsthaftigkeit schildert der Autor die unzähligen, Jahrzehnte währenden Suchtforschungen, deren Ergebnisse den Betroffenen die stille Hoffnung geben können, dass Wunderpillen gegen die Versuchung Alkohol oder als Bremse für maßvolles Trinken das Licht der Welt erblicken. Würmer, Fruchtfliegen und Mäuse sind keine Menschen. So bleiben die Veränderungsarbeit des Betroffenen selbst und „die Hauptlast des Therapeuten, den Abhängigen das geistige Handwerkszeug zu liefern, dauerhaft trocken zu bleiben“.
Der Feststellung des Autors, der aus eigenem Erfahrungsschatz schreibt, dass derjenige, der »dem Trinken nicht mit aller Konsequenz Einhalt gebietet, seinem Leben schlimmstenfalls viel zu früh ein Ende setzt« kann ich aus meiner beruflichen Tätigkeit in der Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft e.V. nur zustimmen.
Im Kapitel „Das Rätsel um einen Rückfall aus heiterem Himmel“ finden sich zahlreiche Denkanstöße für die Vorbeugung und Bearbeitung eines Rückfalls.
Den Alkoholkranken gebührt Verständnis, auch wenn sie bei der Bewältigung ihrer Sucht scheitern können. Ulf, dem Versicherungsvertreter oder Christoph, dem Landwirt widmet Böttcher die letzten Seiten seines Buches statt eines Nachwortes Nachrufe.
Ich schätze sehr, dass der Autor auf die besonders drastische Form der Darstellung seines Schicksals sowie das der Weggefährten verzichtet. Stattdessen werden die Beobachtungen sensibel und unspektakulär erzählt.
Für mich war das Buch eine Bestätigung der eigenen Erfahrung, dass für einen Trinker das Thema Alkohol auch bei anhaltender Abstinenz immer ein Thema bleibt. So habe ich auch heute noch Kontakt zu meiner Therapeutin in der SPI Suchtberatungsstelle Friedrichshain in der Finowstraße in guten wie in schlechteren Zeiten.
Der Autor macht „Betroffenen Mut und regt zur offenen Selbstanalyse“ an. Er beschreibt das Leid der Angehörigen und macht in beeindruckender Weise zugleich deutlich, dass viele trockene Alkoholiker die Bewältigung ihrer Sucht in entscheidendem Maße auch ihren engsten Angehörigen verdanken.
Therapeuten werden einen Gewinn beim Lesen der Berichte der Betroffenen über ihre Sucht und die Begegnungen der Süchtigen mit Therapeuten haben. Dr. Johannes Lindenmeyer, Direktor der Salus-Klinik in Lindow, Brandenburg, „macht beklommen, wie ideologisch fixiert und gefühllos Suchttherapeuten auf Betroffene wirken können. Gnädigerweise (so Lindenmeyer im Vorwort zum Buch) beschreibt der Autor aber auch die Erfahrungen von hilfreichen und menschlichen Begegnungen mit Therapeuten.“
Ein Buch für Alkoholab – und unabhängige, das lesenswert ist, kein Ratgeber sein will und doch viele Denkanstöße gibt sowie auch ein Mehr an Verständnis für diese Krankheit erzeugen kann und will.
Hans-Jürgen Schwebke, 53, trockener Alkoholiker seit 01.01.2004

Buchtipp von Iris:
Autor:Iris Bücker
Titel: TROCKEN! ... wie die Sahara
Eine Alkoholikerin erzählt vom Entzug
ISBN 978-3-8391-8652-7, Paperback, 204 Seiten

Iris ist 45 und am Ende – Nichts geht mehr: Sie trinkt, sie ist pleite, arbeitslos und der gewalttätige Ex wohnt im gleichen Haus und schlägt sie.
Alles läuft aus dem Ruder. Iris weiß: Wenn sie jetzt nichts tut, landet sie im Knast oder in kurzer Zeit unter der Erde. Ihr Entschluß: Weg vom Alkohol wird zu einer entscheidenden Wende. Wie sie in Therapie geht und was sie dort erlebt, hat sie in einem Tagebuch gesammelt.
Eine berührende, authentische Schilderung einer Suchttherapie in einer deutschen Suchtklinik. Mit Hilfe eines Suchttherapeuten wurden Einzeltherapiesitzungen nachgestellt und fachliche Erklärungen eingearbeitet. Ein unschätzbares Buch für Betroffene, Angehörige und Interessierte, die wissen möchten, was es heißt, eine Suchttherapie zu machen und Tipps für den eigenen Weg suchen.
Erlebnisse aus erster Hand zum staunen, schmunzeln und vor allem zum nachdenken.

Buchtipp von NACOA Deutschland e.V.:
Autor:Hanna Grubhofer (Text), Bärbl Weingartshofer (Bilder)
Titel: Fluffi
Das Kinderbuch „Fluffi“ ist zum Preis von 5 € (zuzüglich Versandkosten) über die Website www.nacoa.de zu bestellen oder über den Buchhandel zu beziehen (ISBN:978-3-9813818-0-1)

Ca. jedes sechste Kind in Deutschland lebt mit alkohol-, drogen- oder medikamentenabhängigen Eltern zusammen und gehört damit zur größten Sucht-Risikogruppe. Das Kinder-Bilderbuch „Fluffi“ beschreibt in altersgemäßer Form die negativen Auswirkungen, die die Suchterkrankung eines Elternteils auf die Kinder hat.
Fluffi hat einen alkoholkranken Vater. Durch seine Sucht verhält er sich immer sonderbarer und aggressiver. Fluffi ist verunsichert und sucht Hilfe bei einer erwachsenen Freundin. Sie hört ihm zu und nimmt seine Ängste ernst. Fluffi faßt Vertrauen zu ihr und findet durch sie den Mut, wieder Kind zu sein.
Das Kinderbuch der beiden österreichischen Autorinnen Hanna Grubhofer (Text) und Bärbl Weingartshofer (Bilder) ist für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren geeignet. Pädagog/ innen in Kindertagesstätten und Grundschulen können Kindern suchtkranker Eltern damit in einfühlsamer Weise erklären, was Sucht ist und ihnen entlastende Botschaften vermitteln, wenn die Kinder für dieses Thema ansprechbar sind und die weitere Begleitung durch einen Erwachsenen sicher gestellt ist.

Buchtipp von A-Connect-Besucher Claus Wolfgang Hemmann:
Autor: Claus Wolfgang Hemmann
Titel: GELEBTES LEBEN und 30 Jahre trocken
veröffentlicht im epubli-Verlag, Berlin www.epubli.de

Ich selbst bin Alkoholiker und ich habe dieses Buch geschrieben.. und es mag die Weisheit des Alters notwendig sein, um ehrlich, offen und auch schnörkellos, sein Leben, ohne Wenn und Aber, niederzuschreiben. ...meine Geschichte...
Es ist die Geschichte eines jungen Mannes der im Alter von zweiundzwanzig Jahren aus der DDR flüchtet und hofft, im Goldenen Westen, sein Glück zu machen und eigentlich scheitert, weil er mit seinem Leben und mit der Verblendung ganz einfach nicht klar kommt. Der letztendlich völlig haltlos im Alkohol einen Ausweg findet und dieser Droge nach und nach immer mehr verfällt. Der aber auch, geprägt durch die Menschen die ihm helfen wollen und das auch können, verzweifelt den Kampf aufnimmt und am Ende eine letzte Chance bekommt... und der heute, nach über dreißig Jahren, von sich sagen kann das er auch viel Glück gehabt hat in seinem Leben. Mit viel Mut, einer fantastischen, wunderbaren Frau und zwei großen Töchtern, mit Erfolg in seinem Beruf und vielen Freunden hat er es geschafft, ohne Alkohol leben zu können und trocken zu sein.
Und damit glaube ich, das diese Geschichte auch interessant genug ist, um in dieser Form gelesen zu werden. Ich habe ohne Pathos und ohne Effekthascherrei, zuerst nur für den Hausgebrauch geschrieben,. Doch auch gerade in unserer heutigen Zeit, in der Begriffe wie Komatrinken und Alkohol am Steuer Schlagzeilen machen und viele tödliche Unfälle gerade junger Menschen unter Alkoholeinfluss unseren Alltag begleiten und ungezähltes Leid über Millionen von Menschen bringen, wäre es immerhin möglich und keineswegs unvorstellbar, das allein eine solche Geschichte ein einziges Leben retten und Betroffene Hoffnung haben könnten.
Ich weiß, das ein solches Buch nie den Einzelnen direkt erreicht, ich selbst hätte es in meiner nassen Zeit mit einer Ausrede weit von mir gewiesen, aber der Partner, eine Mutter, ein Freund, ein Arzt, können mit offenen, glaubhaften Worten, Wunder bewirken.
Eine Lektüre in dieser Form habe ich in der Öffentlichkeit noch nicht gefunden. Vieles, sehr trocken Geschriebenes dagegen über Sucht, Alkoholismus und die Krankheit als solche in unserer Gesellschaft.
Meine Geschichte erzählt schreckliche Jahre der seelischen Qualen , Lügen und Versprechen, grausamen, dutzendfachen Entzug, aber auch schönen Stunden unter Alkohol, bis hin zum völligen Absturz durch den Alkohol. Es folgen die Einweisung in eine geschlossene Abteilung in einer bekannten Klinik, um danach viele, viele Jahre bei der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker neu zu beginnen und mit der Hilfe dieser Freunde ein normals Leben zu lernen...

Buchtipp von A-Connect-Besucherin Vivienne:
Autor: Ursula Lambrou
Titel: Familienkrankheit Alkoholismus. Im Sog der Abhängigkeit.

Es geht in diesem Buch um Angehörige, vor allem um erwachsene Kinder alkoholkranker Eltern. Das Buch, selbst von einer Betroffenen verfasst, ist aus vielen Interviews mit Betroffenen unter zu Hilfenahme von verschiedenster Fachliteratur entstanden. Es zeigt Prägungen und Muster auf, die durch die Familienkrankheit entstehen können und oftmals ein Leben lang, teilweise unterbewusst, weitergetragen werden. Darüber hinaus werden Wege dargstellt wie es möglich ist dieser Familienkrankheit zu entkommen.
Als ich das Buch das erste Mal aufgeschlagen habe und das Inhaltsverzeichnis sah, stiegen mir beinahe die Tränen in die Augen, weil ich das erste Mal feststellen konnte, dass ich mit meinen Empfindungen und Gedanken, die ich oftmals als "verrückt" abgetan habe, nicht alleine bin. Sondern, dass sie vielmehr "normale" mögliche Folge von all dem in Vergangenheit Erlebten sind. Vieles wurde mir durch diese Lektüre das erste Mal bewusst. Oft konnte ich mich in den anschaulichen Beispielen, die aus den Interviews mit anderen Betroffenen exzerpiert wurden, wiedererkennen. Gleichzeitig zeigt Lambrou auf, dass diese Familienkrankheit kein Schicksal ist, dem man sich ergeben muss. Mich hat es dazu motiviert, mich nach Jahren der Verdrängung nun endlich bewusst damit auseinanderzusetzen.

Buchtipp von A-Connect-Besucher Steve:
Autor: Steffen Flügler
Titel: Treppe in die Dunkelheit-Eine Suchtgeschichte
BoD Verlag, ISBN 978-3-837-08115-2

Dieses Buch basiert auf der authentischen Geschichte des Autors. Es beschreibt seine über 17 Jahre dauernde Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Alles beginnt mit einem Bier, das der damals Zwölfjährige dazu benutzt, um sich Mut anzutrinken. Seinen dramatischen Höhepunkt findet diese Geschichte, als sich der dann 29-jährige, einem letzten Kampf gegen die Sucht in einem Krankenhaus stellt. Die beschriebenen Gefühle, Ausdrucksweise und Jargon der Drogenszene verleihen diesem Buch höchste Authentizität und sprechen den Leser unmittelbar an. Jedes Kapitel wird durch ein Zusatzkapitel ergänzt, das schon fast poetisch nuanciert wirkt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und vermag der Sucht, durch seinen metaphorischen Stil, eine Gestalt zu geben.

Buchtipp von A-Connect-Besucherin Daniela:
Autor: Cécile Koch
Titel: Wessen Moral?
ACABUS Verlag, ISBN 978-3-941404-35-9

"Wessen Moral?" ist ein autobiografischer Roman über eine junge Frau, die retrospektiv das Verhältnis zu ihrer suchtkranken Mutter zu verstehen versucht.
Mit den Augen eines Kindes beobachtet die Autorin, wie ihre einst charmante und geistreiche Mutter die Kontrolle über ihr Leben und das ihrer Familie verliert. Nach der Hochzeit mit einem manisch-depressiven, medikamentenabhängigen Alkoholiker, lässt sich die Mutter von ihren eigenen Süchten leiten, bis sie schließlich an ihnen zerbricht.
Cécile Kochs Kindheit und Jugend wird bestimmt durch Gewalt, Drogen und Suizidgefahr. Erst als ihre Mutter im Alter von 45 Jahren an Leberzirrhose stirbt, erwacht in der damals Neunzehnjährigen, der unbändige Wunsch zu leben, und sie macht sich auf, gesund zu werden.
Mit authentischen und nüchternen Worten betrachtet die Autorin rückblickend ihr Leben ohne geborgene Kindheit und ihren Versuch, aus eigener Kraft erwachsen zu werden. Nicht die Betroffenheit steht im Vordergrund ihrer Schilderungen; vielmehr geht es um den Mut und auch um die Probleme, das eigene Leben anzunehmen und selbstbestimmt zu führen.

Buchtipp von A-Connect-Besucherin Susi:
Autor:Susanne Eberst
Titel:Durst
August von Goethe Literaturverlag, ISBN-13: 978-3837203813

Hallo,mein Name ist Susi. Ich habe eine Langzeittherapie hinter mir, bin 38 Jahre alt, lebe in München und bin seit 27 Monaten trocken und stabil. Während meiner Therapie (02/2007- 0/2008) habe ich ein Buch geschrieben, dass im März 2009 nun veröffentlicht wurde. Denn es lag mir sehr am Herzen, so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Ihr könnt Euch ein besseres Bild machen, wenn Ihr meine Homapage anschaut (www.susanne-eberst.de).Dort stelle ich mich und natürlich das Buch vor. Viele Grüße, Susanne.

Buchtipp von A-Connect-Besucher Reinhard Berk:
Autor: Reinhard Berk
Titel: Parabolika - Am Scheitelpunkt der Kurve
BoD Verlag, ISBN 978-3-8334-7745-4

Auszug aus dem Vorwort:
"Parabolika" ist die Auseinandersetzung des Autors mit seiner Alkoholerkrankung und gewissermaßen eine Innenansicht der Entwöhnungsbehandlung. Er schildert den Klinikaufenthalt in allen seinen Aspekten, auch jenen, die den behandelnden Ärzten und Psychotherapeuten oftmals verborgen bleiben. Er schildert die psychotherapeutische Auseinandersetzung mit seiner Alkoholäbhängigkeit, die keinenfalls immer einfach war. Das Gegenteil war der Fall, sie hielt für ihn viele Unwägbarkeiten und schwierige Herausforderungen bereit. Der Autor zeichnet dabei den Weg nach, wie er sein Leben wieder in die Hand genommen und seinem Lebensweg eine neue Richtung gegeben hat - ohne Alkohol und Abhängigkeit. Sowohl der persönliche Weg des Autors als auch sein offener Bericht verdienen größten Respekt. Reinhard Berk hat einen Bericht vorgelegt, der Mut macht. Ich wünsche dem Buch die große Resonanz, die es verdient.
Privatdozent Dr.Dr. Niels Bergmann
Chefarzt der Kliniken Daun

Buchtipp von A-Connect-Besucher Frank Lindemann:
Autor: Schirin Homeier & Andreas Schrapp
Titel: Flaschenpost nach irgendwo.

Ein Kinderfachbuch für Kinder suchtkranker Eltern.
Frankfurt Mabuse 2009, 141 Seiten, 22,90 Euro, ISBN 978-3-940529-17-6
Bestellmöglichkeit im Internet: http://www.neuland.com/index.php?s=buc&s2=tit&bnr=112038 Der Rezensent ist Herausgeber des Buches "Den Suchtkreislauf durchbrechen" und Initiator der Kampagne "Weiße Weihnacht" (www.weisse-weihnacht.info)


Kinder, Eltern und Flaschen
In Deutschland leben über 2,5 Millionen Kinder in Familien, in denen Vater, Mutter oder gar beide Eltern zuviel Alkohol trinken. Hilfen für diese Kinder gibt es kaum und die Fachöffentlichkeit in der Suchtarbeit nimmt sie erst seit rund 20 Jahren bewusst wahr. Entsprechend wenig Literatur ist vorhanden, praktisch gar keine, die sich unmittelbar an Kinder wendet.
Beim Mabuse-Verlag ist soeben das "erste illustrierte Kinderfachbuch" für Kinder suchtkranker Eltern erschienen, das die Geschichte des zehnjährigen Mark und seiner älteren Schwester Julia in Bildern erzählt. In ihnen werden die Stimmungsschwankungen des alkoholkranken Vaters, die Hilflosigkeit der Mutter und vor allem die Gefühle der Kinder in großflächigen, schlichten Illustrationen anschaulich beschrieben. Marks Selbstzweifel, womöglich für den Zustand des Vaters verantwortlich zu sein ? ein typisches Gefühl für Kinder, die die Alkoholkrankheit noch nicht verstehen können ? kommen zur Sprache. Auch die Enttäuschung über nicht eingehaltene Versprechen, Wut über Schläge und die Scham vor den Freunden, die den betrunkenen Vater erlebt haben, fehlen nicht. Die Bildergeschichte endet damit, dass der Vater auszieht, nachdem sich die Mutter zum ersten Mal schützend vor ihre Kinder gestellt und dem Vater ihre Entscheidung mitgeteilt hat: "Solange dir der Alkohol wichtiger ist als wir, werden wir nicht mehr zusammenleben!"
Doch damit ist das Buch noch längst nicht am Ende. Im Ratgeberteil für Kinder wird die Geschichte nach dem Auszug von Marks Vater weiter erzählt, wobei seine Alkoholkrankheit kindergerecht erklärt wird, und auch wozu eben diese Krankheit im Zusammenleben einer Familie führen kann. Auch die Hilfen, die es sowohl für den Vater als auch für die übrigen Familienmitglieder in dieser Situation gibt, werden beschrieben, wobei auch immer gleich entsprechende Adressen, Telefonnummern und Webseiten angeboten werden. Dadurch können die LeserInnen leicht selbst an Hilfe gelangen, wie z.B. im Internet durch kidkit.de oder kopfhoch.ch. Und es wird ihnen auch deutlich erklärt, dass sie keine Schuld daran tragen, wenn Vater oder Mutter alkoholkrank werden. Auch dass sie die Alkoholabhängigkeit der Eltern nicht beenden können ? weder durch Wohlverhalten noch durch Renitenz ? kommt darin zum Ausdruck.
Die in der Fachliteratur von Black, Woititz und anderen beschriebenen "Rollen", die Kinder in Suchtfamilien einnehmen können, wie z.B. den Clown, der gespannte Situationen durch Späße löst, oder die Verantwortungsbewusste, die die Hausarbeit der Eltern verrichtet und ihre jüngeren Geschwister betreut, tauchen in der Geschichte in einer Kindergruppe auf, die Mark kennen lernt und regelmäßig besucht. Welche Aufgaben diese Rollen in der Familie erfüllen und wie die Kinder lernen können, sich von ihnen zu befreien und ihr eigenes Leben wieder in den Mittelpunkt zu stellen, ist sicher mit der wichtigste Beitrag in diesem Kapitel.
Der dritte Teil des Buches schließlich wendet sich direkt an die Eltern oder andere Bezugspersonen und vermittelt Grundwissen über Entstehung und Verlauf von Abhängigkeit und Sucht, wie abhängige und nichtabhängige Elternteile miteinander häufig interagieren, wo sich die Kinder in diesem Beziehungssystem befinden und welche Hilfen sie dadurch benötigen.
Bei 9,5 Mio. Menschen in Deutschland, die mehr Alkohol trinken als ihnen guttut, kennt wohl jeder in seinem Bekannten- und Verwandtenkreis jemanden, auf den genau dies zutrifft. Sind auch Kinder davon berührt, ist es erste Pflicht sich dieses Buch zu besorgen und es mit ihnen gemeinsam zu lesen. Dadurch erfahren die Kinder zweierlei, zum einen, dass sie mit ihrer Geschichte nicht allein sind, und zum anderen, dass sie endlich einen möglichen Verbündeten auf der Suche nach Hilfe gefunden haben. Womit wir wieder bei der Flaschenpost wären, die der kleine Mark genau zu diesem Zweck auf die Reise schickte und welche dem Buch den Titel verlieh.

Buchtipp von A-Connect-Besucher Peter K.:
Autor: Klaus Dietze, Manfred Spicker
Titel: Alkohol - kein Problem? Suchtgefahren erkennen - richtig handeln.


Ein Buch das sich an Betroffene wendet,die qualifizierte Hilfe suchen.
Klassisch aufgebaut: Von - "Alkohol wird zum Problem", "Formen und Ursachen der Abhängigkeit", "Wie Alkoholgefärdet bin ich " - über "Hilfsangebote und Wege aus der Abhängigkeit", "Therapeutisches Verfahren" - bis zu: "Hilfe zur Selbsthilfe" - ein hervorragendes Kapitel mit einmalige Genesungs-Krisen-Raster für Abhängige! und tollen Tipps zum Nüchternbleiben.

Buchtipp von A-Connect-Besucherin Viktoria:
Autor: Viktoria Tapp (BOD-Verlag)
Titel: Zusammen besiegen wir den Alkohol


Mein Name ist Viktoria Tapp und ich habe unlängst mein erstes Buch "Zusammen besiegen wir den Alkohol" veröffentlicht.
Hier handelt es sich um (m)einen Erfahrungsbericht aus der Co-Abhängigkeit.
Das Buch ist im BOD-Verlag erschienen und zum Preis von € 10 in jeder Buchhandlung erhältlich.
Die Lektorin hat es als ausgesprochen wertvoll erklärt, weil hier keine "dreckige Wäsche" gewaschen und trotzdem anschaulich beschrieben wird, wie der Co-Abhängige, der ich selbst war, aus der Misere ausbrechen kann.
Diverse Selbsthilfegruppen schließen sich dieser Meinung uneingeschränkt an. Hier wurde besonders meine Offenheit hervorgehoben.
Meine Leseproben sind beispielsweise bei www.amazon.de vorhanden.

Buchtipp von A-Connect-Besucher Michael:
Autor:Simon Borowiak (ISBN-10:3-82185644-0)
Titel: ALK


Kurzbeschreibung:
"Heute blau, morgen blau und übermorgen wieder." Volksmund "Im Zuge einer Entwöhnungstherapie las ich mich durch Regalbretter von Alkoholismus-Literatur. Und wurde zunehmend unwillig. Die Fachbücher waren mir zu fachlich, die Bücher von Betroffenen zu betroffen und die Bücher von Nicht-Betroffenen zu anmaßend. Also beschloss ich, das ultimative Alk-Buch zu schreiben. Ein Fachbuch von einem Betroffenen ohne Betroffenheit, im Dienst von Aufklärung, Verständnis, Naturwissenschaft und Komik." Simon Borowiak ALK ist das Buch für alle, die schon mal einen heben. Und für alle, die schon einen zu viel gehoben haben. Und für alle, die sich damit rumärgern müssen. Kurz: das Buch für Genusstrinker, Profi-Trinker, Ärzte, Therapeuten, Winzer, Angehörige, Minderjährige, Getränkelieferanten und Hirnforscher ...
Klappentext:
"Borowiak weiß, wovon er schreibt. Er kennt, daraus macht er keinen Hehl, den Rausch, das Leben mit Alk, Entzug, Entgiftung, Entwöhnung, Rückfälle, die gängigen Therapie- und Behandlungsformen aus eigener Erfahrung. Er berichtet in "Alk" von Erkenntnissen und Möglichkeiten, nicht von seinem persönlichen Kampf. Aber er wendet eine Waffe an, die nicht nur in der Literatur zur eleganten Selbstverteidigung taugt: Komik."
taz:
"Simon Borowiak ist ein geniales Buch gelungen, ... das nicht trocken über das Thema Alkohol schreibt, sondern den Leser mitnimmt auf (s)eine ganz persönliche Reise. Eine Reise, die sich lohnt, denn am Ende der 174 Seiten hat man das Gefühl, tatsächlich alles über Rausch, Entgiftung, Rückfall, Trinkmotive und Behandlungsformen - kurz alles über Alk - zu wissen."

Ich habe dieses Buch nach meiner ersten Entgiftung gelesen und war begeistert. Ein Buch das einmal nicht trocken und stillos beschreibt was der Alkohol mit einem anrichten kann.Außerdem habe ich gelernt dem Leben etwas komisches abzugewinnen, sogar eine Entgiftung.

Buchtipp von A-Connect-Besucherin Brigitte:
Autor: Hermann Küster (Blaukreuz-Verlag Bern)
Titel: Nachrufe


Der plötzliche Tod des Alkoholikers Paul Walther bewegt die Dorfbevölkerung von Hallbligen. Wer trägt die Verantwortung dafür, daß er alkoholisiert mit einem Auto zusammengestoßen ist? Jeder sucht auf seine Weise nach einer Erklärung. Die einen um sich zu entlasten, die anderen um den Nächsten die Schuld zuzuschieben. Einige wenige sehen klar. Die Aussagen und Gedanken des Polizeibeamten, des Arztes, des Pfarrers, von Arbeitskollegen, des Gastwirts, der Mutter, der Ehefrau und der Kinder bringen zutage, wie allein und unverstanden ein alkoholabhängiger Mensch unter uns ist. Das Buch ist eigentlich ein Aufruf zu mehr Solidarität.
Mich hat das Buch persönlich sehr berührt. Mein Ehemann befindet sich zur Zeit in Therapie und ich befasse mich als Partner im Moment recht viel damit, ihn zu verstehen. Ich möchte ihm auch helfen, wo ich nur kann. Darum suche ich auch stets nach Nachschlagwerken, wie ich meinem Mann helfen kann, ohne ihn zu "bemuttern" oder einzuschränken. Obiges Buch hat mir sehr viel Anlass zum Nachdenken gegeben.

Buchtipp von A-Connect-Mitglied Susanne:
Autor: James Frey
Titel: Tausend kleine Scherben


James Frey ist schwerstabhängig. Alkohol, Crack, Kokain, er hat nicht ausgelassen. Inzwischen wird er in drei amerikanischen Bundesstaaten gesucht. Er hat seine Familie wie Dreck behandelt und eigentlich fast jeden, der ihm in seinem kurzen Leben über den Weg gelaufen ist. Mit erst 23 Jahren ist er körperlich und seelisch am Ende. Seine Eltern, die ihn nie ganz aufgegeben haben, lassen ihn eine teure Entgiftung und eine Therapie in eine Zwölf-Schritte-Klinik machen. Diese Zeit dort beschreibt James Frey mit einer Lebendigkeit, der man sich kaum entziehen kann. Er macht nicht jeden dieser zwölf Schritte mit. Er wird trocken und ist es bis heute geblieben.
Mich hat die Lebensnähe und die Verweiflung fasziniert, mit der James Frey seine Geschichte beschreibt. Vieles davon hat mich an mich selbst erinnert. Ich habe es verschlungen.
"Das beste Buch über die Überwindung von Sucht und Abhängigkeit, das ich kenne. Jeder, der sich jemals nach einem besseren Leben gesehnt hat, wird in Freys Buch Inspiration finden!" People

Buchtipps von A-Connect-Besucher Manfred:
Autor: Suzanne Somers
Titel: Zum Schweigen verdammt

Hier wird die Geschichte eines Kindes, das in einer Co-Abhängigkeit zum Vater und später der gesamten Familie steht, erzählt.
Die Familie leidet jahrelang unter den tyrannisierenden Ausfällen des Vaters. Nächtliche Wutanfälle und Prügeleien sind die Regel.
Das Leben einer glücklichen Familie, so wahrte man die Fassade, nach außen hin. Ein sehr unterhaltsames Buch, in der ein Leben, an dem sich viele Alkoholiker erinnern werden wird hier erzählt.

 

Autor: Diane Beate Hellmann
Titel: Ich fang noch mal zu Leben an

Unter der Oberfläche eines schönen erfolgreichen Lebens, ist die Frau von der erzählt wird, ,zutiefst unglücklich. Dies ist ein autobiographisches Dokument von der Autorin des Bestsellers „ zwei Frauen“.
Sie, schön und erfolgreich, leidet an einer der tückischsten Krankheiten unserer Zeit, dem Alkohol. Ihr ganzes Leben, denken und handeln kreist um den Alkohol.
Erst als sie auf dem Seidenbett einer Präsidentensuite aufwacht, nicht reden, nicht aufstehen, sich nicht mehr bewegen kann, gesteht sie sich ein, dass sie Alkoholikerin ist.
Sie geht aber dann, ihren eigenen Weg aus der Sucht

Buchtipp von A-Connect-Besucherin Lola:
Autor: Janet G. Woititz
Titel: Um die Kindheit betrogen

Hoffnung und Heilung für Erwachsene Kinder von Suchtkranken von Janet G. Woititz
"Über Alkoholismus und andere Suchterkrankungen wurde in den letzten Jahren viel geschrieben, die Probleme der Angehörigen, insbesondere der Kinder kamen jedoch kaum zur Sprache. Dabei sind diese Kinder vielfältigen Belastungen ausgesetzt, ihr Alltag ist bestimmt durch Angst, Scham und Wut. Jahrelang müssen sie die Vorspiegelung der glücklichen Familie nach außen hin aufrechterhalten. Sie dürfen niemanden wissen lassen, was zu Hause wirklich vor sich geht.
Janet G. Woititz macht ganz konkrete Vorschläge, diese Erfahrungen zu verarbeiten. Ein Buch, das Mut macht, das eigene Leben selbstbewußt und zuversichtlich zu gestalten."
Dieses Buch hat mir (Tochter einer alkoholkranken Mutter) einfach mal gezeigt, warum ich manchmal anders reagier, als ich es selbst will, aber dann doch schneller handel, als ich denken kann. Wieviel in mir selbst kaputt gegangen ist in den Jahren, und was ich alles neu aufbauen muss und will. Es hat mir gezeigt, dass es trotzdem gut ist, dass ich so bin, wie ich eben bin!
Buchtipp von A-Connect-Besucher Jürgen:
Autor: Andreas Knoll
Titel: Sucht - was ist das?


Bin mal wieder über die Site gestreift -und will mal auf ein Buch hinweisen, welches in
schnörkelloser Weise die Grundbedingungen und Entwicklungen zur Abhängigkeit, sowie
die Verstrickungen der umgebenden Personen aufzeigt und erklärt!

Als Ex-Gruppenleiter und betrieblicher Suchtbeauftragter habe ich schon länger nach
einer gut aufgeschlüsselten Zusammenfassung gesucht, die für Betroffene und Mitbetroffene,
also auch Vorgesetzte, die Realität der KRANKHEIT darlegt!

Am meisten freut mich daran, dass dies einem nichtbetroffenen Therapeuten (seit 68) gelungen ist !
Autorin: Doris Wolf

Titel: "Ängste verstehen und überwinden"

Gezielte Strategien für ein Leben ohne Angst

IAB. Auch wenn es im ersten Moment nicht den Anschein hat, dass dieses Buch etwas mit dem Thema Alkoholismus zu tun hat, Angst kann der Ursprung von Sucht sein. Viele Menschen greifen zu Drogen oder Alkohol, weil sie mit Ängsten zu kämpfen haben. Drogen und Alkohol sind die vermeintlichen kleinen Helferlein, wenn es um die Bekämpfung von Ängsten geht. Das Fatale daran ist, sie scheinen im ersten Moment auch wirksam zu sein und schneller als man denkt findet man sich in der Suchtspirale wieder.

Jeder zehnte Bundesbürger wird in seinem Leben durch Ängste stark eingeengt. In diesem Buch geht die Autorin und erfahrene Psychotherapeutin Doris Wolf auf ganz verschiedene Arten von Ängsten ein, wie beispielsweise Angst vor dem Verlassenwerden oder Alleinsein, Angst vor Menschenansammlungen, Angst vor Dingen oder Höhenangst. Der Leser erfährt, wann Ängste normal sind und wann sie irrational sind. Ängste müssen nicht zwangsläufig negativ sein - immerhin bewahrt uns unsere natürliche Angst auch beispielsweise davor, von einem Hochhaus zu springen.

Das Buch gibt dem Leser die Möglichkeit, seine Ängste zu erkennen und zu verstehen und gezielte Strategien gegen diese Ängste zu entwickeln. Somit können vermeintliche Hilfsmittel wie Medikamente, Alkohol und Drogen, die meist unbewußt gegen diese Angstzustände eingesetzt werden, überflüssig werden. Der Leser wird dazu angeregt, ein Angst-Tagebuch zu führen. Durch diese Art von Tagebuch kann der Angst-Patient nachvollziehen wann und durch was seine Angstattacken ausgelöst werden.

Mir persönlich hat dieses Buch sehr viel gegeben. Ich habe dadurch gelernt, anders mit meinen Ängste umzugehen. Ich profitiere noch heute davon, deswegen möchte ich es jedem empfehlen, der mit Ängsten zu kämpfen hat.

Buchtipp von A-Connect-Besucherin "GelaTine":
Autor: Helmut Kolitzus
Titel: Ich befreie mich von deiner Sucht

Hilfen für Angehörige von Suchtkranken

Klappentext:
Diese Buch wendet sich an die etwas acht Millionen Kinder, Partner, Eltern und Arbeitskollegen, die von der Suchtkrankeheit eines Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung betroffen sind. Da sich unsere co-abhängige Gesellschaft in ihren Institutionen bisher einseitig um die Süchtigen kümmert, sind die Angehörigen ohne Lobby und leiden im Stillen.
Dr. Helmut Kolitzus hat zum Jahr der Angehörigen Suchtkranker sein neues Buch für diese vernachlässigte Gruppe geschrieben. In eindrucksvollen Fallbeispielen und einer "Leitlinie für Co-Abhängige" zeigt er Lösungsmöglichkeiten auch für scheinbar aussichtslose Situationen. Wie Suchtfamilien zu erfülltem Leben, Glück und Erfolg zurückkehren können, dazu bietet dieses Buch originelle Überlegungen und konkrete Übungen.
Dr. Helmut Kolitzus thematisiert außerdem die typischen Süchte der Co-Abhängigen wie Arbeits-, Ess- bzw. Magersucht, Medikamenten- und Nikotinabhängigkeit.

Dieser Titel wurde mir von unseren Kinderarzt empfohlen, als ich mich ihm gegenüber anvertraute (bin Co). Es hat mich endlich aufgeweckt und mir klargemacht, was auch in meinem Elternhaus eigentlich los war. Dieses Familienmobilé, welches entsteht rund um den Süchtigen herum. Wie jeder seine Rolle dabei zu spielen hat. Dass es keine heldenhafte Opferrolle ist, etc.pp.
Ich habe jetzt endlich Hoffnung, dass sich mein Leben verbessern wird und Spaß machen.
Auch das Verhalten des Co's, dass er die Sucht sogar FÖRDERT durch unbewusste Verhaltensmuster ist hier sehr ausführlich beschrieben und lässt Rückschlüsse auf Erziehung und Elternhaus schließen.
Es hat mich größtenteils sehr überzeugt.

Buchtipp von Ilo:

Autor: Ursula Lambrou
Titel: „Helfen oder aufgeben"
Ein Ratgeber für Angehörige von Alkoholkranken

(Klappentext) Wer mit einem Alkoholiker zusammenlebt, wird mit vielen Schwierigkeiten und Fragen konfrontiert. Auch Freunde und Arbeitskollegen sind oft unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Wie kann man einem Alkoholabhängigen helfen, ohne in die Sucht eingespannt zu werden? Wann und wie spricht man das Problem an? Was tun, wenn Kinder da sind?
Ursula Lambrou hat zahlreiche Gespräche mit Angehörigen und Mitbetroffenen geführt. Sie schildert anhand dieser Fallgeschichten, was Familien und Freunde tun können, um die alltäglichen Probleme zu meistern und neue Hoffnung zu gewinnen. Denn nicht nur der Alkoholiker braucht Rat und Hilfe, auch die Mitbetroffenen suchen Unterstützung.
Dieser Band informiert anschaulich und kompakt über die Krankheit Alkoholismus, über Erklärungsmodelle, Therapien und Selbsthilfegruppen.
Mein persönliches Fazit über dieses Buch ist sehr empfehlenswert, nicht nur für die Angehörigen.

Buchtipp von Hilke:

Autor: Stefan Blatt
Titel: „Wenn die Seele Hilfe braucht"
Wegweiser durch den Therapie-Dschungel

Inhalt / Themen

- Therapie - ist das was für mich?
- Seelische Probleme, ihre Ursachen und Symptome
- Welche Therapieformen gibt es?
- Welche Therapeuten gibt es und was machen sie?
- Übersicht der unterschiedlichen Medikamente (z.B. Wirkungsweise, Gefahren)
- Hilfestellung beim Finden einer geeigneten Therapie, Kostenübernahme durch die Krankenkasse usw.
- Patientenrechte
- Adressen von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppe usw.

Buchtipp von Autor Dr. Rolf Merkle

Autor: Dr. Rolf Merkle
Titel: „Wenn das Leben zur Last wird"
Ein praktischer Ratgeber zur Überwindung seelischer Tiefs und depressiver Verstimmungen

Depressionen zählen zu den Erkrankungen, wegen derer mich die meisten Menschen in meiner psychotherapeutischen Praxis aufsuchen. Schätzungen zufolge leiden alleine in den alten Bundesländern mehr als 3 Millionen Menschen darunter.

In meinem Buch gehe ich zunächst auf viele Fragen ein, die mir meine Klienten stellen. Beispielsweise: Gibt es eine depressive Veranlagung? Sind Medikamente sinnvoll? Welche Arten von Depressionen gibt es? Kann man Depressionen überwinden? 

Nach diesen einleitenden Informationen geht es um die Ursachen depressiver Verstimmungen. Meist sind nicht die äußeren Umstände, sondern die innere Einstellung verantwortlich dafür, dass ein Mensch depressiv wird. Wann immer Menschen sich, ihre Situation und die Zukunft als negativ sehen, wann immer sie die Hoffnung aufgeben und glauben, keine Kontrolle über ihr Leben zu haben, dann werden sie depressiv. Um aus der Depression herauszukommen, müssen sie zunächst ihre Lebenseinstellung und ihr Verhalten verändern. Und das erfordert Geduld und Kraft, denn sie haben das Gefühl, es nicht zu schaffen. Und doch hat jeder Mensch die Möglichkeit, seine Depression zu überwinden. Dabei möchte ich ihn mit meinem Buch unterstützen, indem ich ihm ganz konkrete, leicht nachvollziehbare Hilfestellungen anbiete und immer wieder ermutige.

Buchtipp von A-Connect Vereinsmitgliede Egbert:

Autorin: Diane Beate Hellmann
Titel: „Leben ohne Alkohol"

Wussten Sie schon, dass Leberpasteten immer Alkohol enthalten? Dass man bei Nachspeisen im Restaurant besser vorsichtig sein sollte, weil sie meistens nicht "ohne" sind? Dass sogar Balsamico-Essig Restalkohol enthält und daher für alle, die ein Problem mit Alkohol haben, strikt verboten ist? 
Diana Beate "Bea" Hellmann hat in ihrem Leben viele Probleme gemeistert. In ihrem ersten, autobiografischen Roman schilderte sie, wie sie als junge Frau den nahezu aussichtslosen Kampf gegen eine Krebserkrankung gewann. Als erfolgreiche Autorin begann sie zu trinken, zuerst kontrolliert, dann immer mehr, ohne zu wissen, dass eine genetische Veranlagung sie unweigerlich in den Alkoholismus treiben würde. Mit der gleichen Willenskraft, mit der sie den Krebs bekämpft hatte, besiegte sie die Alkoholkrankheit. Wirklich gesund wird sie nie werden. Aber sie ist tumorfrei - und "trocken". 
Wer weiß denn schon genau, wie man beginnende Alkoholabhängigkeit erkennt und wann man selbst einen Alkoholentzug wagen darf oder unbedingt unter ärztlicher Aufsicht stehen muss? Der Körper ist nach 36 Stunden entgiftet, aber danach fängt der Kampf erst an. 
Bea Hellmann berichtet, wie es ihr selbst nach dem Entzug gegangen ist. Wie sie tagtäglich unzähligen Versuchungen ausgesetzt war und mit welchen Tricks sie diese bewältigte. So sollte man zum Beispiel wissen, dass die Wohnung alkoholfrei sein muss, wenn der Patient nach Hause kommt, und dass dazu nicht nur Medikamente wie Hustensaft, sondern auch alle Putzmittel mit Alkohol gehören sowie Rasier-, Gesichts- und Haarwässer und Parfums, da Alkohol auch über die Haut aufgenommen wird. Weitere Hilfestellungen gibt Bea Hellmann in ihrem Neunzig-Tage-Programm für die erste Zeit nach dem Entzug. Darin finden sie auch Anleitungen für die tägliche Beschäftigung und Vorschläge für Sportaktivitäten und Hobbys. Die garantiert alkoholfreien Rezepte für leckere Speisen und Getränke beweisen, dass es sich auch ohne Promille genussvoll leben läßt. 
Mit ihrem trotz des ernsten Themas oft humorvollen Erfahrungsbericht will Bea Hellmann auch den Angehörigen von Alkoholikern Mut machen und Menschen Rat geben, die in Gefahr sind, alkoholabhängig zu werden. Es ist ein Buch der praktischen Lebenshilfe von jemandem, der weiß, wovon er schreibt, und zugleich eine Anklage gegen die schleichende Alkoholisierung unserer Gesellschaft. 

Buchtipp von Autor Rolf Merkle:

Autoren: Doris Wolf und Rolf Merkle
Titel: „Gefühle verstehen, Probleme bewältigen"

Ein praktischer Ratgeber

Haben Sie Angst, wo Sie gerne selbstsicher auftreten würden? Ärgern Sie sich manchmal, wo Sie lieber die Ruhe bewahren würden? Fühlen Sie sich manchmal verletzt, wo Sie gerne gelassen bleiben würden?
Dann finden Sie in unserem Ratgeber alles, was nötig ist, um diese Ziele zu erreichen. Beim Lesen werden Sie eine sehr angenehme Erfahrung machen: Es ist viel einfacher, seine Gefühle zu verstehen und sich positiv zu beeinflussen, als Sie es bisher für möglich gehalten haben. Der Schlüssel zum Verständnis Ihrer Gefühle sind Ihre Einstellungen. Wenn Sie lernen, Ihre negativen Einstellungen zu verändern, dann werden Sie besser mit sich und anderen klarkommen. In unserem Ratgeber machen Sie eine Reise durch Ihre Gefühlswelt. Sie erfahren, wie Ihre negativen Gefühle, beispielsweise Ängste, Selbstunsicherheit, Schuldgefühle, Ärger, Eifersucht und Ärger entstehen und überwunden werden können. Es gibt außerdem ein Kapitel über Probleme in der Partnerschaft sowie in der Sexualität. Wir haben für Sie die wirksamsten Strategien zusammengetragen, mit denen Sie mehr Lebensfreude, Energie und Zufriedenheit in Ihr Leben bringen können.

Buchtipp von A-Connect Vereinsmitglied Peter Lenz:

Autor: Arnold Schmieder
Titel: „Alkohol und Co, mitgefangen in der Sucht"

Sich aus der Verstrickung lösen

Alkoholismus ist eine Krankheit. Die Botschaft dieses Buches lautet: Auch die Menschen im Umkreis eines Alkoholikers sind in diese Krankheit verstrickt, haben ihre Anteile daran, leiden. Ob Ehepartner, Kinder, Verwandte, Freunde und Arbeitskolleginnen oder -kollegen - sie alle werden, oft ohne es selbst zu merken und immer tiefer, in den Bannkreis des Alkoholismus gezogen. Ihre Verhaltensweisen, ihr Denken und Fühlen ändern sich im Umgang mit dem Alkoholabhängigen in der Weise, dass sie die Sucht des Abhängigen verlängern und befördern - und dadurch vielleicht selbst krank werden. Auch die meisten gutgemeinten Hilfeversuche bewirken eher das Gegenteil, verfestigen die Abhängigkeit. Hier spricht man vom Co-Alkoholismus, dem Thema dieses Buches. 

- Was ist überhaupt typisches co-alkoholisches Verhalten, Denken und Fühlen? Wie entwickelt es sich? 
- Wie ist die Alkoholkrankheit zu erkennen?
- Wie sehen die Alkohol-Fallen aus, in welche die Partnerinnen und Partner von Abhängigen geraten? 
- Welche Auswirkungen hat der Alkoholismus eines Elternteils auf die Kinder, und wie sind die Nachwirkungen, wenn diese Kinder erwachsen sind?
- Was ist zu tun, wenn ein Arbeitskollege oder ein -kollegin alkoholabhängig ist?
- Wie kann man den Gefahren des Rückfalls vorbeugen?

Diesen und anderen Fragen geht das Buch in allgemeinverständlicher Form nach. Beispiele aus der Praxis des Autors dienen der Verdeutlichung. Das Buch lädt ein, sich selbst zu erkennen, um sich selbst helfen zu können, um dadurch dem oder der Alkoholabhängigen zu helfen, aus dem Teufelskreis der Sucht auszubrechen. Es gibt viel mehr Chancen, als man meint, man muss sie nur nutzen. In diese realistische Hoffnung entlässt das Buch. Es gibt keine Ratschläge, sondern macht Vorschläge. 

Der Autor: Prof. Dr. Arnold Schmieder (1947) lehrt Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität Osnabrück. Er ist seit vielen Jahren in der Suchtkrankenhilfe tätig. Er ist Autor und Herausgeber von soziologischen Büchern, Verfasser zahlreicher Buchbeiträge und Zeitschriftenartikel zu Fragen der Identitätsentwicklung und Subjektivität sowie des Suchtgeschehens. Darüber hinaus veröffentlicht er Prosa.

Buchtipp von Uli:

Autor: Beauchamp Colclough
Titel: „Ab morgen wird alles anders"

Wege aus der Alkoholabhängigkeit - mit einem Vorwort von Elton John

Alkohol ist eine von der Gesellschaft anerkannte Droge. Ein Gläschen Sekt "zur Feier des Tages", abends ein paar Bier mit guten Freunden: Diese Dinge gehören zu unserem Alltag. Schnell kann aber aus einem  "Gesellschaftstrinker" ein "Gewohnheitstrinker" werden. Denn in der Tat kann man alkoholabhängig sein, auch wenn man nie vor Sonnenuntergang trinkt oder manchmal über längere Zeiträume abstinent ist.

Dieser Ratgeber wird Ihnen zuverlässig helfen, Ihr Problem in den Griff zu bekommen, auch wenn der  Weg nicht immer leicht sein wird. Aber am Ende winken Selbstvertrauen, Glück, Freude und eine ganz  neue Lebensqualität.

Beauchamp Colclough ist selbst Alkoholiker und arbeitet heute als Therapeut in einer englischen Entziehungsklinik.

 

Buchtipp von Autor Gernot:

Autor: Gernot Geyer
Titel: „Was Sie schon immer über Alkoholabhängigkeit wissen wollten - Erfahrungen eines Trinkers“

Alkoholabhängigkeit ist keine Schande, sondern eine Krankheit, der jeder zum Opfer fallen kann. Gernot Geyer, selbst unbemerkt in diese Krankheit geschlittert, klärt Betroffene, Angehörige, ehrenamtlich und beruflich Engagierte über mögliche Ursachen, Hintergründe und den Verlauf der Alkoholsucht auf. Er weist praktisch reich erprobte Wege aus der Sucht und erläutert in leicht verständlicher und menschlicher Art, welche Hürden und Hindernisse dabei zu überwinden sind, um zu einem zufriedenen, abstinenten und ausgeglichenen Leben zu finden. Ein Buch, das Mut macht, ohne dabei die Wirklichkeit aus den Augen zu verlieren.

Rezension von IAB zu diesem Buch:
Mittlerweile gibt es reichlich Fachliteratur über Alkoholismus und Sucht. Das Buch von Gernot Geyer hebt sich von den anderen Büchern zum Thema besonders ab. Der Autor greift wirklich alle wichtigen Fakten über die Alkoholkrankheit auf und bringt alles in einer leicht verständlichen Weise auf den Punkt - teilweise auch mit Humor garniert. Durch die eigene Betroffenheit des Autors sind die in sich gegliederten Themen gut nachzuempfinden. Wir können dieses Buch jedem empfehlen, der sich mit dem Alkoholismus beschäftigt. Es trägt auch zum gegenseitigen Verständnis von Angehörigen und Betroffenen bei. Besonders diejenigen, die sich zum ersten mal mit dem Thema Alkoholsucht beschäftigen, werden behutsam an die Hand genommen, die Thematik zu begreifen.

Buchtipp von A-Connect-Besucher Günter:

Autor: Antoine de Saint-Exupéry
Titel: „Der kleine Prinz“

Das zentrale Thema dieser Gedankentiefen und zartempfundenen Geschichte vom kleinen Prinzen ist die Aufhebung der Einsamkeit in der Freundschaft. Dieses kleine Buch wurde mir zu Anfang meiner Entwöhnungstherapie von meiner Psychologin empfohlen. Sie war der Meinung, dieses „Kinderbuch“ könnte mir helfen. Schon nach wenigen Seiten wurde mir klar, dass dies kein „Kinderbuch“ ist. Vielmehr fand ich meine eigene Person mit allen seinen Eigenarten und viele Stationen meines Lebens in diesem Buch wieder. Die Erkenntnisse, die ich aus diesem Buch gewonnen habe, haben mir sehr geholfen mein Leben neu zu gestalten.
Im kleinen Prinzen findet man Weisheiten, die sich auf so ziemlich alle Lebensbereiche übertragen lassen, sei es die Sucht, die Einsamkeit, der Tod oder die Liebe.
Die Begegnung mit dem Säufer „taucht den kleinen Prinzen in eine tiefe Schwermut". Er will ihm helfen, muss jedoch einsehen, dass dies nicht in seiner Macht liegt. Nicht nur dieses kurze Kapitel beantwortet dem Leser offen, ehrlich und knapp die Frage nach den Gründen für eine Sucht, sondern die ganze Erzählung gibt die menschlichen Schwächen und Stärken wieder.  Es wird dem Leser möglich gemacht sich selbst zu erkennen und aus dem Gelesenen Trost und Hoffnung für sein eigenes Leben zu schöpfen.
 
„Man sieht nur mir dem Herzen gut; das Wesentliche bleibt den Augen verborgen“

Buchtipp von A-Connect-Vereinsmitglied Peter:
Autor: Johannes Lindenmeyer

Titel: "Lieber schlau als blau"

Beschreibung der Ursachen und Behandlung des Alkoholismus

Eine Abhängigkeitsbehandlung wird von vielen Betroffenen als massiver Schock erlebt. Dieses Buch soll Ihnen helfen den Therapiebeginn zu erleichtern. Es vermittelt auf leicht verständliche, abwechslungsreiche Weise medizinisches und psychologisches Wissen über die Entstehung und Behandlung von Abhängigkeit. Es gibt eine Strukturierungshilfe für die ersten, für den Behandlungserfolg oft entscheidenden Therapiestunden. Es regt zu gezieltem Nachdenken über die eigene Abhängigkeit und den Therapieprozess an, indem die Patienten Fragebögen, die auf Themen der einzelnen Kapitel zugeschnitten sind beantworten, heraustrennen und mit dem Therapeuten besprechen können.
Die zahlreichen Informationen werden in anschaulicher  und amüsanter Form vermittelt. Abbildungen, Cartoons und Photos machen das Buch trotz seiner ernsten Thematik zu einer abwechslungsreichen Lektüre. Es ist sowohl geeignet für Alkohol- und Medikamentenabhängige und deren Angehörige zur Information als auch für Therapeuten als Therapiematerial.

Buchtipp von A-Connect-Besucher Ralf:
Autor: Ralf Schneider

Titel: "Die Suchtfibel"

Informationen zur Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten

Dieses Buch ist 1978 aus der Arbeit mit Alkohol- und Medikamentenabhängigen in einer Fachklinik entstanden. Das Ziel dieser Fibel ist die Vermittlung von Informationen, die eine Verständnis- und Entscheidungshilfe geben: Erzeugung eines klareren Verständnisses für den Vorgang des Abhängigwerdens und- seins, Förderung angemessener Entscheidungen für den Weg aus der Abhängigkeit.

Während der Therapie, bei Öffentlichkeitsveranstaltungen und in Angehörigenseminaren tauchen immer wieder bestimmte Fragen auf. Die Übersichten enthalten solche Fragen, die dann im Text möglichst verständlich und zugleich doch wissenschaftlich genau beantwortet werden.

Zur Auflockerung des doch in verschiedener Hinsicht trockenen Stoffs, werden einige humorvolle oder klassische Zitate, Gedichte, Witze und Bilder aufgenommen, die auf ihre Weise manches besser erhellen als ein Sachtext. Um die Lesbarkeit zu erleichtern, wurde auf eingestreute Literaturhinweise und Quellenverweise verzichtet. Die meisten Zahlenangaben wurden dem Jahrbuch " Sucht" entnommen, das jedes Jahr von der deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren in Hamm herausgegeben und von der Neuland-Verlagsgesellschaft in Geesthacht bei Hamburg verlegt wird. Die Kapitel zur Selbstveränderung und Therapie sind besonders beeinflusst vom Gedankengut Frederick H. Kanfers und seiner Selbstmanagement- Therapie sowie von den Arbeiten G. Alan Marlatt zur Rückfallprävention.

Meine eigene Meinung:
In den vielen Jahren meiner Abhängigkeit ist mir schon so manches Buch oder Lektüre in die Finger gekommen.
Keines dieser Bücher konnte so einfach und doch verständlich die Ursachen und Wirkungen von Alkohol und Medikamenten wiedergeben wie die Suchtfibel von Ralf Schneider. Es wird hier bewusst auf rein medizinische oder psychologische Fachbegriffe verzichtet um ein besseres Verständnis für den Abhängigen sowie für seinen Angehörigen hervorzurufen.

Autor: Dr. med. Bernd Sonntag

Titel: "Mein Partner ist in Therapie"

  • Wie Sie einen geliebten Menschen unterstützen
  • Klarkommen mit den eigenen Gefühlen
  • Wie Sie mit Veränderungen richtig umgehen

IAB. Eine Therapie bedeutet immer eine Veränderung und zwar nicht nur für denjenigen, der in therapeutischer Behahandlung ist, sondern auch für sein Umfeld. Die Angst vor Veränderungen lässt viele Fragen für den / die Angehörigen aufkommen. Dieses Buch nimmt Sie behutsam an die Hand und gibt sehr viele Antworten.

Zunächst erfährt der Leser, in welchen Fällen eine Therapie sinnvoll ist, welche Form der Therapie in Frage kommt und wie man überhaupt zu einer therapeutischen Behandlung kommt. Auch Fragen zur Kostenübernahme und zu den einzelnen Fachleuten (Therapeuten, Psychologen etc.) werden geklärt. Gleichzeitig wird vor "Schwarzen Schafen" bei den Therapie-Angeboten gewarnt (wie erkenne ich eine Sekte? etc.)

Sehr feinfühlig geht der Autor das Thema Patient-Therapeut-Beziehungen an. Gerade in Partnerschaften sorgt diese Beziehung für Zündstoff. Auch hier zeigt Dr. med. Bernd Sonntag hilfreiche Verhaltensstrategien auf. Ein weiteres Kapitel ist der ambulanten Therapieform gewidmet, wobei auch auf verschiedene Eigenarten (Gruppentherapie etc.) eingegangen wird. Außerdem erfährt der Leser hier, wann er selber mit dem Therapeuten in Kontakt treten sollte. Mit der stationären Therapie beschäftigt sich ebenfalls ein gesamter Abschnitt.

Nicht immer verläuft eine Therapie genau nach Plan. Häufig kommt beim Patienten der Wunsch auf, die Therapie abzubrechen. Dass dies keine Katastrophe sein muss, vermag der Autor gut zu vermitteln. Das Schlusskapitel soll Antworten geben auf drängende Fragen, die Sie vielleicht am Ende der Therapie beschäftigen.

Insgesamt ist dieses Buch eine wertvolle Hilfe für Angehörige und auch Betroffene, zumal sehr viele Tipps gegeben werden. Es gibt Antwort auf sehr viele Fragen die man sich vor, während und nach der Therapie stellt.

Autor: Hans Klein

Titel: "Kontrollverlust - verborgenes Symptom der Sucht"

Erklärungsversuch bei Alkoholismus und anderen Suchtformen

IAB. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe bislang noch kein Buch gelesen, in dem die Vorgänge bei einer Suchtkrankheit so treffend beschrieben wurden, wie in diesem Buch von Hans Klein. Der Einstieg in dieses Buch beginnt über ein Glossar, in dem einige Fachbegriffe aus der Psychologie erläutert werden. Auch wenn manche Ausdrücke anfangs etwas schwer zu verstehen sind, im Verlauf des Buches erkennt man die Zusammenhänge.

Der Autor vermittelt es ausgezeichnet, wie sich aus süchtigem Verhalten heraus eine krankhafte Sucht entwickeln kann. Anhand von Beispielen aus dem täglichen Leben wird deutlich, dass sich jeder Mensch irgendwann in irgendeiner Weise schon süchtig verhalten hat. Der Leser wird sich, auch wenn er selber nicht suchtkrank ist, an vielen Stellen wiedererkennen. Der sogenannte Kontrollverlust ist nur einer von vielen Indizien, die zur Sucht führen.

Suchtkranke, insbesondere Alkoholkranke bauen während des Krankheitsverlaufes eine Fassade auf. Genau hinter diese Fassade lässt der Autor blicken. Hans Klein teilt den Suchtverlauf in vier Phasen auf, jede Phase äußert sich durch spezifische Verhaltensweisen des Betroffenen. Der Leser kann so den Weg in die Sucht verstehen und nachvollziehen. Ebenso wird über die Chancen, aus einer Sucht wieder auszusteigen, berichtet. Dem Leser wird vermittelt, dass es nicht nur Wege in die Sucht gibt, sondern auch Wege aus der Sucht, das macht Mut.

Insgesamt ist es ein Buch, dass ich jedem Alkoholkranken oder Angehörigen sehr empfehlen möchte. Es trägt zum beiderseitigem Verständnis bei. Der Betroffene lernt, sich selbst und die Gefahren besser einzuschätzen, weil er erfährt, wo es genau für ihn gefährlich sein kann. Auch die Angehörigen können mit diesem Wissen und Kenntnissen Gefahren besser erkennen und vorbeugen. Besonders ans Herz legen möchte ich dieses Buch denjenigen, die noch nicht so genau wissen, wo sie mit ihrem Trinkverhalten stehen. Nach diesem Buch wissen Sie es bestimmt.

Titel: "Blaupause"

Ein Entzugsspektakel

IAB. Der Autor Joachim Seiler ist selbst vom Alkoholismus betroffen, dadurch ist es ihm gelungen, eine realitätsnahe Storry über die Tiefen und Untiefen dieser Krankheit zu schreiben. In einer Form, wie man sie bisher nicht von anderen Büchern zu diesem Thema kennt. Er schildert die Innenwelt eines Alkoholikers, seine Phantasien und Lebenslügen mit einem deftigen Schuss Ironie. Auch   Suchthelfer, Ärzte und Selbsthilfegruppen bekommen dabei ihr Fett weg.

Harry, der Held dieser Geschichte, steht durch seine Trinkerei am Rande seiner Existenz. Der Job ist futsch, die Ehe schon lange und mit der Freundin will es auch nicht so recht klappen. Harry merkt, dass mit Alkohol nichts mehr und ohne Alkohol gar nichts mehr klappt. In diese Ecke gedrängt, entschließt er sich zum klinischen Entzug. Dabei trifft er auf Leidensgenossen und sammelt seine ersten nüchternen Erfahrungen. Harry kämpft gegen seine Sucht auf seine ganz persönliche Weise, nicht wie andere es von ihm erwarten. Frei nach dem Motto: Verlierer ist man erst, wenn man sich aufgegeben hat.

Beim Lesen dieses Buches wird man sich als Alkoholiker an vielen Stellen wieder erkennen. Vieles erinnert an die eigene Suchtkarriere. Passagen zum Nachdenken und zum Schmunzeln sind in diesem Roman gelungen kombiniert. Joachim Seiler hat eine Geschichte geschrieben, die dem wirklichen Leben entstammt. Dieses Buch eignet sich besonders für alle, die keine Lust auf trockene Fachliteratur zum Thema Alkoholismus haben. Die Geschichte von Harry spricht für sich und gewährt einen Einblick in das Leben eines nassen und trockenen Alkoholikers.

Autor/Hrsg.: Joachim Körkel

Titel: "Rückfall muss keine Katastrophe sein"

Ein Leitfaden für Abhängige und Angehörige

IAB. Das Buch richtet sich an Betroffene und Angehörige gleichermaßen. Es regt an, sich mit dem Thema Abhängigkeit (insbesondere Alkoholismus) und den Rückfallgefahren auseinander zu setzen. Sie haben sich entschlossen, alkoholabstinent zu leben? Sie sind voller Tatendrang und wollen garantiert keinen Tropfen Alkohol mehr trinken? Da soll Rückfall ein Thema für mich sein? Ja, aber gewiss!

Nur, wenn Sie sich ausführlich mit der Rückfallproblematik auseinandersetzen, können Sie vorbeugen. Der Rückfall ereignet sich selten von heute auf morgen, er entwickelt sich langsam. Genau hier setzt dieses Buch an. Anhand von nachvollziehbaren Beispielen wird deutlich, wo die schleichenden Gefahren lauern. Das Buch macht auch Hoffnungen, denn was passiert, wenn "es" passiert ist? Ein Rückfall kann auch als Chance gesehen werden. Nicht wenige Alkoholkranke brauchen die Erfahrung eines Rückfalles, um zu erkennen, dass sie nie wieder kontrolliert trinken können.

Wie können die Angehörigen mit einem rückfälligen Betroffenen umgehen? Besonders die Angehörigen haben berechtigte Ängste davor. Auf diese Ängste wird intensiv eingegangen und es werden Anregungen und Strategien angeboten, wie sie eine solche Situation bewältigen können.

Auch in den Selbsthilfegruppen ist der Rückfall ein sensibles Thema. In den Selbsthilfegruppen ist es möglich, Anzeichen für einen drohenden Rückfall zu erkennen und darauf einzugehen. Und wenn ein Gruppenmitglied rückfällig geworden ist? Wie soll die Gruppe damit umgehen? Hier gibt es Antworten, wie man sich mit einer derartigen Situation realistisch und nüchtern auseinandersetzen kann, ohne den Rückfall zu dramatisieren oder zu bagatellisieren.

Insgesamt ist dieses Buch sehr empfehlenswert, zumal es dem Rückfall den Schrecken nimmt und sich sachlich damit auseinandersetzt. Ein Rückfall muss keine Katastrophe sein, wenn man rechtzeitig und richtig gegensteuert.

Autorin: Katja Doubek

Titel: "Ich bin doch keine Flasche"

Wenn Jugendliche zu viel trinken

IAB. Jugendalkoholismus, darüber wird wenig berichtet und es gibt kaum konkrete Zahlen, da scheinen die Abhängigkeiten von illegalen Drogen spektakulärer. Dabei trinkt mehr als ein Drittel aller 12-14jährigen bereits mehrmals wöchentlich Alkohol, bei den 15-18jährigen dürfte der Anteil noch größer sein. Alkohol ist die Einstiegsdroge Nummer eins in die Sucht!

Das Buch wendet sich an Jugendliche, Erziehungsberechtigte und Lehrer gleichermaßen. Die Autorin versteht es, den Leser kompetent an das Thema Alkohol und Alkoholismus heranzuführen. Bemerkenswert sind die vielen, durchaus realitätsnahen Fallbeispiele, an denen das Problem Jugendalkoholismus wirklich nachvollziehbar ist. Diese Beispiele belegen auch, dass sich eine Alkoholabhängigkeit lange Zeit im Verborgenen abspielen kann, bevor sie offensichtlich wird - ein wichtiger Aspekt, besonders für Eltern und Lehrer, sensibler für Anzeichen einer Suchtkrankheit zu werden.

Wie kann vorgebeugt werden? Wie ist zu helfen? Wie sind die Ausstiegschancen aus der Sucht und welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Auf alle diese Fragen geht die Autorin Katja Doubek ausführlich ein. Insgesamt ist das Buch ein praktischer Ratgeber, der für Aufklärung ohne "erhobenen Zeigefinger" sorgt. Auch als Unterrichtsbegleitbuch in der Schule zum Thema Sucht und Alkoholismus halte ich es für sehr empfehlenswert.

Autor: Horst Zocker

Titel: "betrifft: Anonyme Alkoholiker"

Selbsthilfe gegen Sucht

IAB. Anonyme Alkoholiker (AA) sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die miteinander ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen zur Genesung vom Alkoholismus zu verhelfen. Einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören. AA ist ein Konzept, das aufgeht - und das weltweit.

Wer schon immer wissen wollte, was es mit den Anonymen Alkoholikern auf sich hat, erfährt es durch dieses Buch. Und noch mehr - dieses Buch vermittelt jede Menge Wissen zum Thema Alkoholismus. Der Autor Horst Zocker hat es bestens verstanden, dieses Wissen weiterzugeben. Er schreibt aus eigener Betroffenheit. In den einzelnen Kapiteln finden sich immer passende Beiträge aus seinem Leben.

Wie funktioniert AA? Wann ist man alkoholkrank? Wie organisiert sich AA? Auf alle diese Fragen und noch mehr bekommt der Leser Antwort. Das Buch ist sehr lebendig und realitätsnah geschrieben. Das Buch ist sehr empfehlenswert, für alle diejenigen, die sich mit AA befassen. Auch wer sein Wissen zum Thema Alkoholismus etwas vertiefen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten. Abschließend finden sich in diesem Buch Kontaktadressen größerer Städte in der Bundesrepublik, Österreich, Schweiz und Südtirol.

Autor: Hans Klein

Titel: "Sie trinken jetzt nicht mehr, aber..."

Beratungsgespräche mit Angehörigen von ehemals Alkoholabhängigen

IAB. Der alkoholkranke Partner ist "trocken" geworden, macht eventuell eine Therapie - jetzt ist die schlimme Zeit überstanden und alles wird gut. So denken die meisten Angehörigen in ihrer ersten Erleichterung. Doch mit der Abstinenz des Partners sind längst nicht alle Probleme gelöst. Oft sind Angehörige in der Zeit danach genauso hilflos wie vorher.

Im Laufe der Trinkzeit wurde der Alkohol als die einzige Schwierigkeit angesehen. Leider wurde dabei nicht bemerkt, dass er gleichzeitig auch das "Schmiermittel" war, bestehende Schwierigkeiten zwischen den Partnern auszugleichen. Fällt der Alkohol weg, kommen die ursprünglichen Probleme wieder zum Tragen. Die Abstinenz kann die Basis sein, diese Probleme zu lösen, erfordert aber von allen Beteiligten erheblichen Einsatz.

Dem alkoholkranken Menschen wird, sofern er sich in Therapie begibt, hierbei sehr unter die Arme gegriffen. Die Angehörigen bleiben zunächst meist mit ihren Sorgen und Problemen allein. Wie soll die/der Angehörige mit der neuen Situation umgehen? Wie soll sie/er mit Schuldgefühlen, Ängsten und Zweifeln umgehen? Da ist die Angst vor dem Rückfall des Betroffenen, wie kann vorgebeugt werden? Muss das eigene Trinkverhalten geändert werden? Es sind eine Menge Fragen, die nach Antwort schreien.

Der Autor Hans Klein gibt in Form von Dialogen aus Beratungsgesprächen kompetent und praxisnah Auskunft. Er bietet den Angehörigen Rat und Hilfe und erleichtert es ihnen sich mit der neuen Situation auseinander zus etzen. Mit der "Trockenheit" des Alkoholkranken kann auch für das unmittelbare Umfeld ein neuer Lebensabschnitt beginnen, das Buch kann dazu eine wertvolle Starthilfe sein.

Autorin: Trude Ausfelder

Titel: "Stark ohne Stoff"

Alles über Drogen

IAB. Drogen, ganz gleich ob legale oder illegale sind in unserer heutigen Zeit nach wie vor ein brandaktuelles Thema. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene sind großer Versuchung ausgesetzt, die eine oder andere Droge auszuprobieren. Warum das so ist, liegt auf der Hand - Probleme inder Schule oder Ausbildung, Zoff mit den Eltern, der erste schmerzhafte Liebeskummer oder einfach Neugier und Rebellion gegen die Erwachsenenwelt.

Trude Ausfelder versteht es, Fragen und Probleme Jugendlicher sachlich und verständlich darzustellen. "Stark ohne Stoff" ist ein Buch für Jugendliche und Erwachsene, in dem alle brennenden Fragen zum Thema Drogen und Sucht beantwortet werden. Unter anderem erfährt der Leser vieles über Wirkung und Risiken sämtlicher "gängigen" Rauschmittel, wie Abhängigkeit zu vermeiden ist, wie geholfen werden kann und vieles mehr. Auch brisante Fragen zur Legalisierung von Drogen werden erörtert. Besonders wird zudem auf die Suchtprävention eingegangen. Sämtliche Themenbereiche werden mit realen Berichten von und über Betroffene veranschaulicht.

Das Buch ist mit seinem klaren, ansprechenden Layout und der guten eingehenden Ausdrucksweise sehr lesefreundlich gestaltet. Ich persönlich habe selten eine so kompetente, und dabei für jedermann verständliche, Abhandlung zu diesem Thema gelesen. Ich möchte es jedem Betroffenen, Angehörigen oder Interessierten, egal ob jugendlich oder erwachsen, sehr empfehlen.

Autor: Rolf Merkle

Titel: "Ich höre auf, ehrlich"

Ein praktischer Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Klaus. Ein guter Ratgeber. Hatte Merkle in früheren Ausgaben noch das kontrollierte Trinken als Option, rückt er nunmehr davon ab: "Tatsache ist jedoch, dass es für einen Alkoholabhängigen nicht mehr möglich ist, kontrolliert zu trinken".

Evelyn Baetes, Edmund van Hoorick

Titel: "Träumereien"

Geschenkband

IAB. Angesichts der bevorstehenden Festtage habe ich diesmal ein ganz besonderes Buch ausgewählt. Nein, es handelt sich nicht um einen Titel über Sucht und Alkoholismus. "Träumereien" ist ein außergewöhnliches Buch - es regt zur Besinnung und, wie der Titel schon sagt, zum Träumen an. Gedichte und Verse mit Tiefgang kombiniert mit wunderschönen Landschaftsfotos machen diesen Band zu einem idealen zeitlosen Geschenk für die Lieben. Und das nicht nur zu Weihnachten, sondern zu jedem Anlass.

Übrigens von den beiden Verfassern Evelyn Beates und Edmund van Hoorick sind noch weitere Titel erschienen: "Freundschaften", "Gedanken", "Jahreszeiten" und "Wegzeichen", welche ebenfalls sehr empfehlenswert sind.

Günter Renzle

Titel: "Durch die Hölle zum Licht"

Lebensbericht über den Weg eines Alkoholikers

Günter Renzle stellt sein Buch selbst vor: Es handelt sich um einen Lebensbericht, der aufrüttelt und mahnt, der aber auch danken kann und Hoffnungen weckt. Die Geschichte, die einen mitzieht in die Fänge der Sucht und die das Wirken Gottes erkennen lässt. Ein Wegweiser, der Hilfe für den Betroffenen, aber auch für dessen Angehörige und Mitmenschen vermittelt.

Buchtipp einer A-Connect-Besucherin:

Helge Seekamp, Regula Specht-Gloor

Titel: "Endlich leben"

Heilung - Veränderung - Gelassenheit
Das 12 Schritte-Programm
ein Arbeitsbuch für Kleingruppen. Wir arbeiten seit 6 Jahren mit diesem Programm sehr erfolgreich. Viele Frauen und Männer mit unterschiedlichsten Symptomen kommen zu uns in die Gruppen.

Kurzbeschreibung
Immer mehr Menschen sind heute nicht mehr in der Lage, ihr persönliches Leben sinnvoll zu gestalten. Ihnen fehlt die Fähigkeit, den Anforderungen des täglichen Lebens zu genügen. Das erprobte 12-Schritte-Programm bietet Hilfestellungen an, um aus problematischen Lebenssituationen herauszukommen. Es setzt bei der Wurzel, nämlich der Veränderung der Persönlichkeit, an. - Ein christlich orientiertes Arbeitsmaterial, das eine breite Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Problemen anspricht und umfangreiche Hilfen für die Gruppenarbeit bietet.

Autorin: Ingrid Arenz-Greiving

Titel: "Selbsthilfegruppen für Suchtkranke und Angehörige"

Ein Handbuch für Leiterinnen und Leiter

Erfahrungsorientierte Arbeitshilfen für Selbsthilfegruppen von Suchtkranken und deren Angehörige stehen im Mittelpunkt dieses Handbuches. Es richtet sich direkt an Leiterinnen und Leiter solcher Gruppen sowie an jene, die es werden wollen. Die Autorin liefert eine Fülle von Anregungen und Impulsen für die Gruppenarbeit. Ebenso bietet sie vielfältige Hilfen für Professionelle, die Selbsthilfegruppen beraten und unterstützen. Typische Probleme und schwierige Gruppensituationen werden umfassend behandelt: Integration neuer Gruppenmitglieder, Umgang mit Rückfällen, Konfliktgespräche, Hilfen zur Überwindung von co-abhängigen Verhalten.

Praktische Tipps zur Gesprächsmoderation machen dieses Handbuch zu einem hilfreichen "Werkzeugkasten" für den Gruppenalltag. Ausführlich beschrieben werden Einstellungen und Haltungen des Gruppenleiters, die Selbsthilfepotentiale fördern. Die Botschaft der Autorin: Ein Gruppenleiter hat nicht die Verantwortung, Lösungen für die Probleme der Gruppenmitglieder zu finden. Seine Aufgabe ist es vielmehr, die Gruppentreffen zu moderieren und für eine Gesprächsatmosphäre zu sorgen, in der die Menschen eigene Lösungen finden können.

Nicht nur Gruppenleitern ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Eine Selbsthilfegruppe kann immer nur so gut sein, wie sich die einzelnen Mitglieder einbringen. Wer Anregungen für die Gruppe sucht, findet sie in diesem Buch.

Autor: Ingo Weichert

Titel: "Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung"

Uneinnehmbare Hürde oder echte Chance?

Ist die MPU wirklich die uneinnehmbare Hürde als die sie oft gesehen wird? Durchfallquoten von 85 Prozent sprechen dafür. Und doch kann die MPU eine Chance sein, sofern man die anstehende Prüfungssituation zum Anlass nimmt, sich ernsthaft und selbstkritisch mit der eigenen deliktspezifischen Problematik auseinander zu setzen.
Ingo Weichert, Arbeitstherapeut, Psychodrama- und Rollenspielleiter führt auf seine unvergleichlich amüsante Art und mit zahlreichen Praxisbeispielen durch den "Paragraphendschungel. Er gibt nützliche Tipps und Anregungen für Betroffene und Interessenten.
Die Rolle von Rechtsanwälten, Gutachtern und Vorbereitungsinstituten wird ebenso kritisch beleuchtet wie der angeblich einheitliche Standard aller TÜV-Stellen.
Ein wirklich nützlicher Praxisratgeber für alle, die mehr über die MPU erfahren wollen.

Buchtipp einer A-Connect-Besucherin:
Autoren: Wilhelm Feuerlein, Franz Dittmar, Michael Soyka

Titel: "Wenn Alkohol zum Problem wird"

Hilfreiche Informationen für Angehörige und Betroffene

Hierbei handelt es sich um einen Ratgeber, der die 100 häufigsten Fragen von Angehörigen (und Betroffenen) zum Thema Alkoholismus und Medikamentensucht beantwortet.  Der Ratgeber ist gut strukturiert und eignet sich auch als Nachschlagewerk. Die beiden Themen werden in unterschiedlichen Bereichen behandelt. Die Autoren sind Ärzte, Psychiater an deutschen Kliniken mit den Schwerpunkten Sucht und verhaltenstherapeutische Behandlung von Alkoholkranken.

Sie erklären in verständlicher Sprache was Alkoholismus ist (Merkmale, die verschiedenen Phasen des Alkoholismus und seine Folgen).  Sie gehen ausführlich auf  Fragen von Angehörigen (wie soll/kann ich meinem kranken Partner helfen? warum lügt mein Partner?) ein und erteilen viele hilfreiche praktische Ratschläge für Angehörige. Zum besseren Verständnis werden immer wieder Fallbeispiele angeführt.. 

Angehörige (und Betroffene) finden Informationen zu Vorsorge, Behandlung und Therapie. Weiter gibt es eine Auflistung von  Kontaktadressen und Vorgehensweisen im Hinblick auf den evtl. Verlust des Arbeitsplatzes, Führerscheins,  auf  die verschiedenen Therapieformen (ambulant oder stationär) und auch hier wird weitergeholfen durch Tipps im Umgang mit z.B. den

Buchtipp vom Autor Rolf Merkle:
Autor: Rolf Merkle

Titel: "Ich höre auf, ehrlich!"

Ein praktischer Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Mein Ratgeber versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Ich wende mich in erster Linie an Menschen, die Probleme mit dem Alkohol haben, aber auch an alle diejenigen, die beruflich oder privat mit Alkohol-Gefährdeten und Abhängigen zu tun haben. Meinen Ratgeber habe ich in drei Teile aufgegliedert.

In Teil I dieses Buches geht es um die Ursachen, wie und warum sich Menschen vom Alkohol abhängig machen. Ich beschreibe den Weg von der seelischen bis zur körperlichen Abhängigkeit.

Da der Griff zum Alkohol meist ein Versuch ist, mit unangenehmen Gefühlen und Konflikten besser fertig zu werden, gehe ich in Teil II darauf ein, wie Gefühle entstehen und wie man sie auch ohne Alkohol positiv beeinflussen kann. Schritt für Schritt lernt der Leser, negative Gefühle wie Ängste, Ärger, Minderwertigkeitsgefühle und Unsicherheiten zu analysieren und zu überwinden.

Anhand einer Reihe typischer Situationen aus dem Alltag von Alkoholabhängigen gehe ich in Teil III auf so wichtige Fragen ein wie:  "Kontrolliertes Trinken, gibt es das?", "Wie bleibe ich Sieger über mein Verlangen nach Alkohol?", "Wie gehe ich mit der Angst vor Ablehnung um?", "Wie verhindere ich, dass ich wieder zum Alkohol greife?", "Was sage ich meinen Bekannten und Freunden, warum ich keinen Alkohol mehr trinke?", "Geselliges Beisammensein ohne Alkohol, geht das?", "Misstrauen des Partners, wie kann man damit umgehen?", "Schuldgefühle, was kann man dagegen tun?". Neben der Beantwortung dieser und weiterer häufig auftretender Fragen gebe ich dem Leser konkrete Hilfestellungen, wie er solche Situationen erfolgreich bewältigen kann. Der Leser erfährt, wie es zu einem Rückfall kommen kann. Ich arbeite ganz deutlich heraus, dass  jeder Abhängige es selbst in der Hand hat, ob er das erste Glas stehen lässt oder nicht. Der Rückfall bricht nicht aus heiterem Himmel herein. Wie er sich ankündigt und was man dagegen tun kann, beschreibe ich ebenso wie die Art und Weise, wie man mit einem etwaigen Rückfall umgehen kann.

Eine Therapie oder den Besuch einer Selbsthilfe-Gruppe kann und will mein Ratgeber nicht ersetzen. Ich will die Bereitschaft wecken und stärken, sich mit seiner Krankheit auf fruchtbare Weise auseinander zu setzen. Ich möchte dem Leser Mut machen und aufzeigen, dass er sehr viel dafür tun kann, sein zukünftiges Leben auch ohne Alkohol erfolgreich zu meistern.

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Zuletzt aktualisiert am: 18.04.2017




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